Nur einer war dagegen

Problemlose Versammlung der Volksschulgemeinde Bürglen vom Dienstag in Leimbach: Mit einer Ausnahme genehmigten alle Stimmbürger Budget und Steuerfuss. Auch zwei Kredite fanden Zustimmung.

Rudolf Steiner
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Zustimmung: Schulbürger an der Versammlung in Leimbach. (Bild: Rudolf Steiner)

Zustimmung: Schulbürger an der Versammlung in Leimbach. (Bild: Rudolf Steiner)

LEIMBACH. Einer stand auf an der Versammlung vom Dienstagabend: Der Stimmbürger wollte genauere Auskunft über die Einholung der Offerten und die Auftragsvergabe an lokale oder auswärtige Handwerker und stimmte denn auch konsequenterweise als einziger Nein zum unveränderten Steuerfuss von 102 Prozent und zum Budget 2016.

Sonst gab es an der Versammlung der Volksschulgemeinde Bürglen keine langen Diskussionen zu den beiden Baukreditbegehren, welche die Behörde verlangt hatte.

Bedeutung des Schulweges

Die 51 Stimmbürger und -bürgerinnen sagten mit grosser Mehrheit Ja zum Kredit von 275 000 Franken für den Ausbau des Untergeschosses im Schulhaus Zeltli in einen Werkraum und zur Sanierung der 50 Jahre alten Böden in drei Schulzimmern im Schulhaus Schloss.

Anhand des Finanzplans 2016 bis 2020 zeigte Schulpräsident Rolf Gmünder auf, wie das Eigenkapital wegen der zu erwartenden Defizite bis im Jahr 2020 auf zwei Millionen Franken abnimmt. Dank dieser Reserve könne auch am Steuerfuss von 102 Prozent für die nächsten fünf Jahre festgehalten werden.

Zu Beginn der Versammlung machte der neue Schulleiter der Sekundarschule, Philipp Frei, mit eindrücklichen Reportagen aus verschiedenen Ländern auf die Problematik und Bedeutung des Schulwegs für die Kinder aufmerksam. Philipp Frei hatte im Herbst 2015 die Nachfolge des zurückgetretenen Hansruedi Mächler angetreten. An den Beispielen teils gefährlicher und abenteuerlicher Schulwege aus aller Welt demonstrierte er eindrücklich, dass der Schulweg für die Entwicklung der Kinder ein wichtiger und unverzichtbarer Lernprozess ist.

Adventsmarkt beim Schloss

Mit unnötigen Zubringer- und Abholdiensten würden die Eltern den Kindern diese Erfahrungen vorenthalten. «Der Schulweg ist ein wichtiger Teil der Entwicklung unserer Kinder und hilft der Förderung der Eigenverantwortlichkeit und der Sozialkompetenz», sagte Philipp Frei. Freis Stelle als Primarschul-Schulleiter übernimmt auf den 1. Februar 2016 der 41jährige Primarlehrer Fabian Traber. Mit dem Hinweis auf den traditionellen Advents- und Weihnachtsmarkt im Schlosshof am Mittwoch schloss Gmünder die ruhig verlaufene Versammlung nach gut einer Stunde.