Nun geht es auf Geldsuche

Die Baubewilligung ist vorhanden, doch es fehlt die Finanzierung. Der Förderverein für den Wiederaufbau des Napoleonturms Belvedere zu Hohenrain ist zuversichtlich, die nötigen rund 875 000 Franken aufzutreiben.

Nicole D'orazio
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So könnte der Napoleonturm eines Tages aussehen und seinen Besuchern eine wunderschöne Aussicht auf den Säntis bieten. (Bild: Visualisierung: pd)

So könnte der Napoleonturm eines Tages aussehen und seinen Besuchern eine wunderschöne Aussicht auf den Säntis bieten. (Bild: Visualisierung: pd)

LIPPERSWIL. Es geht um einen grossen Batzen. Rund 875 000 Franken soll der neue Aussichtsturm im Hohenrain bei Wäldi kosten. «Eine Abweichung von 20 Prozent ist dabei möglich, wobei wir den Betrag lieber nach unten korrigieren und die 900 000-Franken-Grenze nicht überschreiten möchten», sagte Markus Thalmann am Dienstag an der Generalversammlung des Fördervereins für den Wiederaufbau des Napoleonturms Belvedere zu Hohenrain. «Die Finanzierung ist eine grosse Herausforderung.»

Der Verein hat eine vierköpfige Sponsoringkommission ins Leben gerufen. Bernhard Friedrich aus Salenstein hat den Vorsitz. Thalmann, der dieser ebenfalls angehört, stellte die Sponsorensuche vor. «Wir suchen einen Hauptsponsor, der mindestens 100 000 Franken der Baukosten übernimmt. Dafür erhält dieser das Exklusivrecht auf der Aussichtsplattform.»

Tritte kann man kaufen

Von den umliegenden Gemeinden, öffentlichen Institutionen und Stiftungen erhofft sich der Verein ebenfalls Beiträge. Mindestens 100 000 Franken sind angedacht. «Dann streben wir einen so genannten Hunderter-Club an», sagte Thalmann. «Dabei sollen hundert Personen maximal je 5000 Franken beisteuern.» Die gut 200 Tritte der Wendeltreppe sollen für je 1000 Franken verkauft werden. Eine Liste mit Reservationen ist bereits vorhanden. «Wir hoffen, dass wir das hinkriegen. Natürlich sind auch kleinere Spenden willkommen.»

Ende Jahr ist Deadline

Bis Ende Jahr soll die Geldsuche laufen und dann Bilanz gezogen werden. «Wenn wir sehen, dass die Finanzierung nicht möglich ist, müssen wir das Projekt wohl schweren Herzens begraben», sagte Präsident Karl Möckli. «Denn mit dem Bau wird erst begonnen, wenn wir das Geld beisammen haben.»