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Nomen est omen

Randnotiz
Otto Raymann

Mein Vater hiess Otto, und ich bin nicht das Kind von Aldi. Die beste Küche war und bleibt die meiner Mutter, sie hiess Martha, nicht Anna. So ist das mit Namen, wir hören sie und verbinden ein Gesicht damit, eine Geschichte oder einen Lebensabschnitt.

Welcher Bischofszeller denkt bei Charlotte an Kartoffeln, welche Bischofszellerin bei Biedermann an den Brandstifter? Und Josef, Sepp oder Joe ist nicht nur dem Zimmermann aus Bethlehem vorbehalten, es könnte auch der Esel gewesen sein. So trägt jeder seinen Namen, hadert vielleicht in der Pubertät damit –wie ich zum Beispiel– und wird dann genau zu der unverwechselbaren Person, die mit dem Namen in Verbindung gebracht wird, mindestens im sozialen Umfeld.

Was aber machen denn all die Li, La, Lus, die Tick, Trick und Tracks, die ihren Namen so wenig ausgesucht haben wie ich den meinen? Sie tragen die fantasievolle Eingebung der Eltern vor sich her wie eine Zaine voll Amandine Kartoffeln; aber sie schaffen das! Wie gesagt: Stürm ist nicht nur ein Ausbrecherkönig und Blocher bezeichnet auch ein Bodenpflegegerät, wenigstens für meine Generation. Bei mir hat er längst ausgedient, der Blocher.

Otto Raymann

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