Noch 20 Monate im Provisorium

SCHÖNHOLZERSWILEN. Gestern führte Gemeindeammann Hans Möckli den Spatenstich für das neue Dorfzentrum in Schönholzerswilen aus. Bis die Gemeindeverwaltung in die neuen Büros einziehen kann, muss sie mit der ehemaligen Poststelle vorliebnehmen.

Mario Testa
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Demontage der Fensterläden: Architekt Matthias Egger, Gemeindeammann Hans Möckli und Bauleiter Urs Koller beginnen mit dem Abbruch des alten Gemeindehauses. (Bild: MARIO TESTA)

Demontage der Fensterläden: Architekt Matthias Egger, Gemeindeammann Hans Möckli und Bauleiter Urs Koller beginnen mit dem Abbruch des alten Gemeindehauses. (Bild: MARIO TESTA)

Die Bagger im Hintergrund standen gestern schon bereit, um die beiden Häuser an der Buhwilerstrasse abzureissen. Bauarbeiter rissen bereits die Ziegel vom Dach der ehemaligen Sattlerei, dem Haus Ott, als sich Gemeindeammann Hans Möckli, unterstützt von Architekt Matthias Egger und Generalunternehmer Urs Koller, an die symbolische Demontage der Fensterläden beim ehemaligen Gemeindehaus machte.

Anstelle der beiden alten Häuser baut Urs Koller ein Wohn- und Geschäftshaus, in dem die Gemeindeverwaltung künftig ihre Büros haben wird. «Wir rechnen mit dem Einzug in die neuen Büros im Sommer 2014», sagt Hans Möckli. Zwar sei man etwas im Verzug mit dem Abbruch der Häuser, aber am bisherigen Zeitplan ändere sich deswegen nichts.

Gemeinde kauft ein Stockwerk

Einem Kredit von 1,26 Millionen Franken für den Kauf des untersten Stockwerks und das Büro-Mobiliar haben die Stimmberechtigten von Schönholzerswilen an der ausserordentlichen Versammlung im August 2012 deutlich zugestimmt. Die Gemeinde bleibe damit auch künftig im Zentrum von Schönholzerswilen, betonte Möckli. «Zusammen mit dem Volg und der Raiffeisenbank bildet die Gemeindekanzlei hier ein kleines, aber feines Dienstleistungszentrum.»

Der Gemeindeammann zum Spatenstich Goethe: «Drei Dinge sind an einem Gebäude zu beachten: Dass es am rechten Fleck stehe, dass es wohl gegründet und dass es vollkommen ausgeführt sei.» Die ersten beiden Punkte träfen auf den Neubau zu. «Es liegt im Zentrum und ist von der Bevölkerung getragen. Mit unserem Architekten und dem Generalunternehmer bin ich auch optimistisch, dass auch der dritte Punkt aus Goethes Zitat zutreffen wird.»

Büros hinter Gittern

Seit vergangenem Herbst arbeiten Hans Möckli und Gemeindeschreiber Roland Hähni in der ehemaligen Postfiliale (siehe Box). «Wir sind froh um das Provisorium im Zentrum. Aber es ist alles eng und wir arbeiten mit Blick auf Mauern und vergitterte Fenster», sagt Möckli. Er sei froh, wenn sie künftig wieder mehr Raum und Licht zum Arbeiten haben.

Gemeindeschreiber Roland Hähni arbeitet bis zur Fertigstellung des Neubaus in den engen Räumlichkeiten der ehemaligen Postfiliale. (Bilder: Mario Testa)

Gemeindeschreiber Roland Hähni arbeitet bis zur Fertigstellung des Neubaus in den engen Räumlichkeiten der ehemaligen Postfiliale. (Bilder: Mario Testa)