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Nicht so finster

Dreispitz
Chretzer

Gestern war Neumond – an sich nicht wirklich bemerkenswert, passiert ja regelmässig. Besonders war die von hinten angestrahlte Kugel nur, weil sie für einige Betrachter den Blick auf die Sonne verstellte und einen hundert Kilometer breiten Schatten auf die Erde warf. Amerikaner und ein paar Westeuropäer durften den Spruch aller wunschlos Glücklichen aufsagen: «Geh’ mir aus der Sonne» – frei nach dem Dialog zwischen Alexander dem Grossen und dem Tonnenbewohner Diogenes.

Freund Fredi freut sich, dass die Sonnenfinsternis nur in einigen Ländern zu sehen war: «Wenn am helllichten Tag die Sonne verschwindet, ist das ein böses Omen. Es kündigt Erdbeben, Überschwemmungen oder Epidemien an. Dann ist es doch besser, dass wir nicht betroffen sind.» Wir Kreuzlinger können Diogenes’ Satz tatsächlich noch etwas üben. Erst am 10. Juni 2021 liegen wir am äussersten Rand des Schattens. Aber wie kalauert Fredi mit Blick auf die geografische Position der Grenzstadt: «Lieber am Rand liegen als randständig sein.»

Chretzer

kreuzlingen@thurgauerzeitung.ch

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