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Nicht nur Noten matchentscheidend

Was kann die Wirtschaft vom Sport lernen? «Ganz viel», erklärte Marco Otero im Rahmen des 15. Oberthurgauer Wirtschaftsmeetings, «nämlich, dass am Ende immer der Mensch im Mittelpunkt stehen muss».
Christof Lampart
Sie freuen sich über leistungsbereite Jugendliche: Dennis Reichardt, Marco Otero, Markus Frei und Dölf Früh. (Bild: Christof Lampart)

Sie freuen sich über leistungsbereite Jugendliche: Dennis Reichardt, Marco Otero, Markus Frei und Dölf Früh. (Bild: Christof Lampart)

Marc Otero ist der Technische Leiter des «Future Champs Ostschweiz» (FCO). Jener Mann also, der dafür sorgen soll, dass Profifussballvereine in St. Gallen und Wil sich mit guten Leuten aus den eigenen Reihen verstärken können. Doch der Brand FCO sei mehr als nur ein strukturiertes Scouting- und Selektionsinstrument im Kampf um die besten Talente: nämlich ein Ort der Lebensschulung. Denn die FCO-Verantwortlichen wissen, dass statistisch gerade einmal nur eines von tausend Talenten später einmal Profi wird. Doch für alle, welche die FCO-Schule durchlaufen, tun sich andere Wege auf: «Die Talente lernen auch mehr zu leisten als andere.» Dies sah auch der FC St. Gallen-Boss Dölf Früh so: «Im FCO lernen die Talente, unter Stress Leistung zu bringen und im Team zu arbeiten. Das sind dann die Leute, die in der Wirtschaft viel leisten können», so Früh vor zahlreichen Wirtschaftsvertretern. «Bei uns ist die duale Berufsausbildung nicht der Plan B, sondern ein fixer Bestandteil des Hauptplans», so Fussballtrainer Markus Frei, der sich vor allem um die FCO-Stützpunkte und die Kontakte zu den Stammvereinen kümmert.

Die Einstellung ist wichtig

Innerhalb von vier Jahren wird versucht, aus den 2000 Jahrgangstalenten die zwanzig Besten herauszufiltern. Generell solle man sich bei der Beurteilung von (jungen) Personen viel freier von reinen Zeugnissen machen «und mehr auf den Menschen, auf das Herz achten». Klar müsse man ein Basiskönnen mitbringen, aber am Ende sei oft die richtige Einstellung und keine perfekte Note «matchentscheidend», riet Frei den Unternehmern. Der Präsident der Arbeitgebervereinigung Arbon, Dennis Reichardt, pflichtete ihm bei: «Wir lernen in der Industrie viele Fertigkeiten, aber die Sozialkompetenz wird wohl zu wenig vermittelt. Da können wir sicherlich vom Sport lernen.»

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