Nicht nur der Drache glänzt

SOMMERI. Die Aussenrenovation an der paritätischen Kirche Sommeri ist abgeschlossen. Von grösseren Überraschungen blieben die Katholische Kirchgemeinde Sommeri und die Evangelische Kirchgemeinde Amriswil-Sommeri verschont.

Maya Mussilier
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Architekt Guido Santschi und Kirchen- sowie Baukommissionspräsident Jürg Pfiffner schauen sich die neuvergoldeten Drachen an der Dachrinne an. (Bild: Reto Martin)

Architekt Guido Santschi und Kirchen- sowie Baukommissionspräsident Jürg Pfiffner schauen sich die neuvergoldeten Drachen an der Dachrinne an. (Bild: Reto Martin)

Architekt Guido Santschi und Kirchen- sowie Baukommissionspräsident Jürg Pfiffner machen einen Rundgang um die Kirche und sehen sich dabei einige Details genauer an. Die beiden sind zufrieden. Die paritätische Kirche Sommeri kann sich nach der Aussenrenovation wieder sehen lassen und wird ihrem Ruf als Wahrzeichen von Sommeri gerecht.

Klare Kostenunterschreitung

«Unser Ziel war eine unfallfreie Bauzeit nach vorgesehenem Zeitplan sowie die Einhaltung des Kredites», sagt Jürg Pfiffner. «Es ist uns gelungen, alle drei Faktoren einzuhalten.» Es sei sogar eine deutliche Kostenunterschreitung zu erwarten.

Nach Abschluss der Bauarbeiten ist Jürg Pfiffner doppelt froh, dass man sich dafür entschieden hat, den Ursprungszustand wieder herzustellen. «Der Turm wirkt jetzt viel schlanker, seit die Quadersteine wieder sichtbar sind.» Das gefalle nicht nur ihm und der Denkmalpflege. «Wir bekommen viele positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung», sagt Jürg Pfiffner. Besonders vermisst hätten die Leute die Uhr und das Geläut. «Wir wurden während der Bauzeit oft gefragt, wann denn das Schlagen vom Kirchturm wieder zu hören sei.»

Im Zeitplan

Auch der Zeitplan konnte gut eingehalten werden. Im Mai und Juni 2013 hatten die Stimmberechtigten der Katholischen und der Evangelischen Kirchgemeinde den Kredit für die Aussenrenovation bewilligt, worauf die Projektierungsphase eingeläutet wurde. Im März 2014 fanden die Vorarbeiten für die Renovation statt. Für die Bemusterung legten die Handwerker die Sandsteine am Turm frei.

Ende April konnten Kirche und Turm eingerüstet werden. Als erste nahmen die Steinhauer sowie die Dachdecker ihre Arbeit auf. Ein Knackpunkt stellten die farbigen Ziegel des Helmdachs dar. Etliche Lieferanten mussten angefragt werden, bis die passenden Ziegel gefunden wurden. Ebenfalls war die Arbeit für die Dachdecker eine Herausforderung, weil die hangemachten Ziegel teilweise verschieden dick und von der Form her leicht abweichend waren. Im Mai 2014 wurde die Kirchturmkugel vom Dach geholt und geöffnet. In einer Hülse wurden Dokumente der letzten Renovation 1978 sowie einige Münzen gefunden. Im August wurde die neu vergoldete Kugel mit den neuesten Dokumenten bestückt und wieder auf der Kirchturmspitze plaziert.

Ein weiteres Highlight war der Ziegelverkauf im Juni. Jeder, der wollte, konnte einen Ziegel kaufen, auf der Rückseite beschriften und sich damit auf dem Kirchenhelm verewigen.

Lobende Worte findet Jürg Pfiffner auch betreffend Friedhofsmauer. «Wir sind sehr froh, dass diese gleichzeitig saniert werden konnte.» Die Zusammenarbeit mit der Politischen Gemeinde sei sehr gut gewesen.

Schimmelpilze an der Orgel

Auch wenn die Renovationsarbeiten jetzt abgeschlossen sind, wird es Jürg Pfiffner nicht langweilig. «Die Orgel ist von Schimmelpilzen befallen und muss revidiert werden», sagt er. Damit befasse sich derzeit die Parität. Sie habe schon Offerten eingeholt. Die Revision soll im nächsten Jahr erfolgen.

«Insgesamt müssen wir aber die gesamte Belüftung anschauen», sagt Jürg Pfiffner. Diese müsse so schnell wie möglich optimiert werden, um weitere Schäden zu verhindern.

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