Nicht für alle war's zu kalt im Zelt

Neun Jungscharen aus dem Westthurgau mit insgesamt 125 Kindern und Jugendlichen erlebten drei Tage mit Spiel und Spass im Pfingstlager in Zezikon. Neben Sport und Erlebnissen in der Natur ging es auch um die Gesichte von Paulus.

Manuela Olgiati
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Das selbstgebaute Karussell war beliebt, selten gab es freie Plätze.

Das selbstgebaute Karussell war beliebt, selten gab es freie Plätze.

AFFELTRANGEN. Das hohe selbst- gebaute Karussell ragt weit über den Zeltplatz. Es dreht sich fast ununterbrochen. Es braucht immer jemanden zum Anschieben, aber es sind genügend Leiter da. Auch bei strömendem Regen am Samstag haben die Kinder ihren Spass. Das Pfingstlager der Thurgauer Jungscharen ist beliebt. Am Sonntag wimmelt es hier von Erwachsenen und Kindern.

Die Jungscharen im Thurgau sind eine grosse Familie, in der jeder seine Stärken ausleben kann. Sie vermitteln auch religiöse Werte und führen im Gebet Gespräche mit Gott. Daneben steht in diesem Lager, das unter «Jugend und Sport» geführt wird, am Sonntag, dem Besuchstag der Eltern, ein Spielturnier auf dem Programm.

Trotz Regen gute Stimmung

Auf dem Lagerplatz oberhalb von Bissegg verbrachten 125 Kinder drei abwechslungsreiche Tage. Ein Landwirt aus der Region, der den Jungscharen gut gesinnt ist, bot Platz auf seinem Land. Vermittelt wird an diesem Abenteuer, bei welchem rund 70 Leiter mithalfen, die Geschichte von Paulus, der unterwegs, aber nie allein ist. Es geht um die Gemeinschaft und wie wichtig das Vergeben ist. Ein bunter Anblick bot sich am Sonntag auf der grossen Wiese, das Wetter schonte die Jugendlichen rechtzeitig, es war ein friedliches und freundschaftliches Nebeneinander. Die Stimmung ist über alle drei Tage hinweg ausgelassen gut.

Schlafen im Trockenen

Neun evangelische Jungscharen von Aadorf, Bichelsee-Balterswil, Felben, Frauenfeld, Klingenberg, Müllheim-Wigoltingen, Sirnach, Steckborn und Weingarten hatten für ihr gemeinsames Pfingstlager (Pfila) eine Zeltstadt auf der Wiese aufgeschlagen. In früheren Jahren wurden über 50 bunte Zelte aufgestellt. Dieses Jahr sind etwas weniger Kinder dabei, sagt Regionalleiter Pascal Frei und wegen der Kälte übernachteten nur drei Jungscharen in den 10 aufgestellten Zelten. Die meisten anderen schliefen nachts im Trockenen, in der warmen Halle von Landwirten. Im Gemeinschaftszelt gab es Lesestoff, Rätsel und Seelsorge. Es ging um Fragen rund um die Bibel oder Persönliches.

Kochen in der Waldküche

Mit der Jungschar verbindet Leiterin Doris Rüedi gute Erinnerungen. Viele unserer Leiter machten schon als Kind mit Gleichgesinnten eindrückliche Erfahrungen. Die Höhepunkte sind immer die Lager: Das Lagerleben begann für die Teenies zwischen 9 und 14 Jahren bereits am Samstag. Bei Geländespielen erlebten sie ein nächtliches Abenteuer. Am Sonntag nach dem Gottesdienst schickte jede Jungschar ihre Sportskanonen ins Rennen zum Blachen-Volleyball oder Jungschi-Unihockey oder zum Fussballspielen mit zusammengebunden Beinen. In den Waldküchen wurde inzwischen auf offenem Feuer Kaffee für die Besucher zubereitet. Auf dem konstruierten Grill auf Rollen bereitete das Kochteam der Jungschar Sirnach Älplermagronen für das Nachtessen zu. Hier wurde übrigens für zwei Jungscharen gekocht, für insgesamt 70 Personen.

Das Spielen im Wald gefiel den Jugendlichen. (Bilder: Manuela Olgiati)

Das Spielen im Wald gefiel den Jugendlichen. (Bilder: Manuela Olgiati)