Neun Sitze vakant

Weinfelden/Bürglen. Die Parteien sind gefordert: Bei den Wahlen vom 8. Februar treten in Weinfelden und Bürglen zwei Fünftel der Schulvorsteher nicht mehr an. Auch die beiden Präsidenten kandidieren nicht mehr.

Esther Simon
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In den Weinfelder und Bürgler Schulbehörden sind Plätze frei. (Bild: Susann Basler)

In den Weinfelder und Bürgler Schulbehörden sind Plätze frei. (Bild: Susann Basler)

Der Rücktritt des Primarschulpräsidenten Beat Brüllmann, FDP, kommt den Weinfeldern offenbar sehr ungelegen. Ortsparteien und Gruppierungen seien sich einig, «dass es schwierig sein dürfte, eine Kandidatin oder einen Kandidaten für das Primarschulpräsidium zu finden», berichtet Valentin Hasler, Jung & Aktiv, aus einer Interpartei-Sitzung. Man habe zwar jemanden im Auge, sagte Peter Glauser, Präsident der Weinfelder Freisinnigen, auf Anfrage. Aber noch sei eine Bewerbung nicht offiziell. Während Jahrzehnten stellten die Liberalen die Schulpräsidenten im Dorf. Jetzt sagt Glauser, dass es nicht so sehr auf die Parteizugehörigkeit ankomme, «die Qualifikation ist wichtiger».

Circa 35 Prozent

Schulpräsident Beat Brüllmann betont, er sei nicht amtsmüde. Dass er nach zwei Amtsperioden, also 2009, zurücktrete, habe er schon bei seiner Wahl 2001 kommuniziert. Die zeitliche Beanspruchung in seinem Amt beziffert er auf circa 35 Prozent, wobei sich die Arbeit ungleichmässig verteile. Seit der Einführung der Schulleitung sei der Job berechenbarer geworden. Bis 15. Dezember müssen die Kandidaturen eingereicht werden. Aus der Weinfelder Primarschulbehörde treten neben Beat Brüllmann auch Reto Bieler, CVP, sowie Ursula Häfner und Monika Wittwer, beide parteilos, zurück.

Einen neuen Präsidenten suchen muss auch die Bürgler Schule. Kantonsrat Turi Schallenberg, SP, tritt nach vier Jahren zurück, weil er mehr Zeit für seine Familie haben möchte, wie er auf Anfrage erklärte. Ebenfalls den Rücktritt eingereicht haben Werner Fröhlich und Hans Peter Gähwiler. Hinter der Tatsache, dass auch in Bürglen fast die halbe Behörde zurücktritt, verberge sich kein Skandal, betont Schallenberg. Die Zurücktretenden seien langjährige Behördenmitglieder. Der Bürgler Schulverwalter Rolf Gmünder ruft Parteien und Interessengruppen auf, Kandidaten für die Behörde und das Präsidium zu suchen.

Rochade nicht ausgeschlossen

Die Schulbehörde konstituiert sich mit Ausnahme des Präsidiums selber. Eine Ressort-Rochade sei nicht ausgeschlossen, schreibt Gmünder in einer Mitteilung. Bis am 15. Dezember nimmt Turi Schallenberg Kandidaturen entgegen. Meldeformulare können bei Rolf Gmünder, Friedhofstrasse 5, Bürglen, 071 634 85 77, bestellt werden.

Aus der Sekundarschulbehörde Weinfelden treten Stefan Scherrer, FDP, und Beat Gähwiler, parteilos, zurück. Roger Häfner-Neubauer stellt sich für eine weitere Amtsdauer als Präsident der Sekundarschule Weinfelden zur Verfügung.

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