«Neuland für alle»

Der Amriswiler Orientierungs- lauf-Verein organisiert den internationalen Bodensee-Sprintcup – aber nicht in der eigenen Gemeinde, sondern in Romanshorn. Eine Weltmeisterin wird vor Ort Autogramme verteilen.

Jacqueline Grämiger
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Martin Meier, Laufleiter. (Bild: Jacqueline Grämiger)

Martin Meier, Laufleiter. (Bild: Jacqueline Grämiger)

Typische Durchführungsorte für Orientierungsläufe sind Wälder, nicht aber Gemeinden wie Romanshorn. Seit der Weltmeisterschaft vor fünf Jahren in Rapperswil kommt vermehrt urbanes Gelände zum Zuge – auch am Sonntag in einer Woche, 8. Juni, in Romanshorn.

«Grosszügige Geste»

Der internationale Bodensee-Sprintcup wird von den Amriswiler Orientierungsläufern zwar organisiert, aber in der Gemeinde Romanshorn durchgeführt. «Romanshorn ist besser gelegen als Amriswil und Neuland für alle», begründet Martin Meier, Leiter des Orientierungslaufs. Zusätzlich sei die Gemeinde kooperativ und stelle Material für Abschrankungen und Signalisationen kostenlos zur Verfügung, erklärt der OK-Präsident. «Das ist eine grosszügige Geste», freut er sich.

Laut Martin Meier waren die Amriswiler Orientierungsläufer zu Beginn skeptisch, da es sich um ein grosses nationales Ereignis handelt. «Bis zum Anmeldeschluss haben sich 1178 Teilnehmer angemeldet, und es werden noch rund 300 Läufer in der Nicht-Meisterschaftskategorie erwartet», sagt der Laufleiter.

Punkte sammeln

Der Bodensee-Sprintcup sei ein Anlass, an dem ein gewisses Niveau herrschen und Spezielles geboten werden müsse, erklärt Martin Meier. «Für die Spitzenläufer ist es möglich, an diesem Tag Punkte für die Welt-Rangliste zu holen», so der Laufleiter. Neben internationalen Läufern und dem Nationalteam wird auch Vize- Europameister Daniel Hubmann auf der Strecke zu sehen sein. Am Morgen des 8. Juni starten die Spitzenläufer im Hafengelände zum Selektionslauf. Es geht dabei um die Qualifikation für die Weltmeisterschaft Anfang August in Tschechien. Die ersten acht Spitzenläufer der Elite und der Junioren-Elite qualifizieren sich für den Show-Lauf am Nachmittag, der im Zielgelände Weitenzelg stattfindet. Dort gilt es auf einer Distanz von 1200 Metern zehn Posten zu finden. Als Preisgeld locken 1000 Franken, die von den Gemeinden Romanshorn und Amriswil gesponsert werden.

Niggli-Luder als Botschafterin

Am Sonntag gibt auch die Big-Band Swing Kinds aus Romanshorn ein Konzert. Laut Meier wird der Erlös daraus an das Projekt «Biovision» gespendet. Biovision ist ein Selbsthilfeprojekt für die Ärmsten. Ihnen wird gezeigt, wie sie die kargen Lebensgrundlagen besser nutzen können. «Wir sind stolz darauf, da wir mit diesem Benefizkonzert nicht nur einen guten Zweck unterstützen, sondern auch die Botschafterin dieses Projektes, Orientierungsläuferin Simone Niggli-Luder, an unseren Orientierungslauf binden können», freut er sich. Wegen ihrer Schwangerschaft nimmt die 14fache OL-Weltmeisterin nicht am Wettkampf teil. Sie steht an diesem Tag aber für Autogrammstunden und Promotionen zur Verfügung. «Simone Niggli-Luder ist ein grosser Gewinn für uns», erklärt Meier.

Der ganze Anlass erfordert nicht nur viel Organisation, sonder benötigt auch viele Helfer. Deshalb müssten alle 130 Mitglieder als Helfer eingesetzt werden, führt Martin Meier weiter aus. «Ich hoffe, dank all dieser positiven Einflüsse eine Tradition aus dem Bodensee-Sprintcup machen zu können», so Martin Meier abschliessend.

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