Neues Stadthaus im Postgebäude?

ROMANSHORN. Die Stadt Romanshorn prüft die Möglichkeit, die Verwaltung zentral im heute teilweise leerstehenden Postgebäude am Bahnhofplatz einzumieten. Die Abklärungen stehen erst ganz am Anfang.

Markus Schoch
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Das ehemalige Postgebäude steht an bester Lage am Bahnhofplatz. (Archivbild: Reto Martin)

Das ehemalige Postgebäude steht an bester Lage am Bahnhofplatz. (Archivbild: Reto Martin)

Die Nachricht kommt nicht ganz überraschend. Die Post hat im letzten Dezember nach über 100 Jahren die Schalterhallen im ehemaligen Gebäude der Thurgauischen Hypothekenbank am Bahnhofplatz geschlossen und bedient ihre Kunden jetzt im Coop. Die alten Räumlichkeiten stehen seither leer.

Die Stadt auf der anderen Seite träumt seit Jahrzehnten von einer zentralen Verwaltung. Und dieser Wunsch soll jetzt endlich Wirklichkeit werden. Im Entwurf des überarbeiteten und seit Ende August vorliegenden Richtplans erklärt der Stadtrat ein Stadthaus zum kurz- bis mittelfristigen Ziel. Mit dem Postgebäude bietet sich nun eine Gelegenheit, Nägel mit Köpfen zu machen.

Verhandlungen laufen

«Die Stadt Romanshorn und die Schweizerische Post haben Verhandlungen aufgenommen», teilte die Stadt gestern mit. «Vorerst gilt es zu prüfen, ob sich Flächenbedürfnisse, betriebliche Abläufe sowie interne und externe Bedürfnisse mit den vorhandenen Möglichkeiten decken.»

Der Stadtrat verspricht sich unter anderem «eine Optimierung der Prozesse», wenn die betroffenen 50 Arbeitsplätze an einem Ort sind. Im Moment sind die Büros der Stadtverwaltung an vier verschiedenen Standorten untergebracht, was vieles kompliziert macht und teilweise lange Wege bedeutet: Einwohneramt, Kanzlei, Finanzverwaltung, Stadtpräsidium und die im Auftrag des Kantons geführte AHV-Zweigstelle, Arbeitsamt und Krankenkassenkontrollstelle befinden sich im Gemeindehaus an der Bahnhofstrasse. Die übrigen Stellen sind an drei verschiedenen Orten eingemietet, so an der Bankstrasse (Bauverwaltung), im Konsumhof (Steueramt) und im Postgebäude (Soziale Dienste). Der Werkhof hat sein Domizil an der Gaswerkstrasse.

Kauf nicht möglich

Kaufen kann die Stadt das Postgebäude nicht. Die Post hatte nach der Schalterschliessung vor bald einem Jahr auch diese Möglichkeit geprüft, aber schliesslich entschieden, die Liegenschaft zu behalten. Und daran ändert sich nichts.

Die Stadt hätte Bedarf für die gesamte Fläche im Postgebäude. Im Moment ist ein Teil davon noch belegt durch andere Mieter. Sie seien über die angelaufenen Verhandlungen informiert, heisst es bei der Post. In einem der beiden Gebäudeteile gibt es bereits einen Lift, im anderen will die Post einen einbauen.