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Neuer Wein auf altem Land

BUSSNANG. Frauen und Männer gründen am 25. Oktober in Bussnang einen Weinbauverein. Sie wollen das Bord unter der katholischen Kirche wieder mit Reben bepflanzen. Ob der Wein verkauft wird, ist allerdings noch offen.
Esther Simon
Ansicht von Bussnang vor gut hundert Jahren: Erst die evangelische Kirche stand damals, aber der Rebberg zog sich über das ganze Wiesenbord. (Archivbild: pd)

Ansicht von Bussnang vor gut hundert Jahren: Erst die evangelische Kirche stand damals, aber der Rebberg zog sich über das ganze Wiesenbord. (Archivbild: pd)

Das etwas verwilderte Wiesenbord unterhalb der katholischen Kirche in Bussnang ist der Kirchenvorsteherschaft ein Dorn im Auge. «Wir denken seit längerem über eine Umgestaltung nach», sagt Norbert Schalk, Präsident von Katholisch-Bussnang. Immer wieder hat Schalk die Idee mit der Anlegung eines kleinen Weinbergs ins Spiel gebracht. Jetzt wird die Idee Wirklichkeit: Am Donnerstag, 25. Oktober, gründen ein paar Männer und Frauen den Weinbauverein Bussnang.

«Zeitpunkt ist ideal»

Schalk findet, dass der ideale Zeitpunkt für die Vereinsgründung jetzt gekommen ist. Einerseits wird gerade die Strasse saniert, andererseits hätten fünfzehn Frauen und Männer ihr Interesse an der Gründung eines Weinbauvereins signalisiert. Andreas Kurmann aus Bussnang hat die Gründung des Vereins vorangetrieben und mit Hubert Haag, Marianne Schumacher und Norbert Schalk die Vorarbeiten für die Gründungsversammlung geleistet. Vorgesehen ist, dass die Kirchgemeinde dem Verein das Land überlässt, damit dieser dort Reben anpflanzen kann. Wie viele das sein werden, ist allerdings noch offen. Offen ist bislang auch die Verwendung des Weins. Möglich wäre, den eingebrachten Ertrag dereinst nach einem Verteilschlüssel aufzuteilen, sagt Schalk. Wobei auch noch nicht genau abgesprochen worden sei, wie dieser Verteilschlüssel aussehen könnte. Schalk: «Das muss dann die Mitgliederversammlung entscheiden.» Möglicherweise würden auch Winzerfeste veranstaltet, an denen der geerntete Wein ausgeschenkt wird oder Flaschen verschenkt werden. Vorerst gehe es nun primär um das gemeinsame Realisieren des Weinbergs und das Pflegen der Reben.

Rebhänge bis nach Wertbühl

Die Interessenten an der Gründung des Weinbauvereins Bussnang kommen aus Bussnang und aus Weinfelden. Der Präsident des Weinbauvereins am Ottenberg in Weinfelden, Benno Forster, hat kein Problem damit, dass in der Nachbargemeinde ebenfalls ein Weinbauverein bestehen soll. «Grundsätzlich finden es meine Kollegen und ich gut, wenn Einheimische einheimischen Wein trinken.»

Dass am Südhang der katholischen Kirche Wein angebaut wird, ist nicht neu. Hubert Schalk besitzt Postkarten, die in den Jahren 1899 und 1903 abgestempelt sind. Die Postkarten zeigen, dass damals unterhalb der evangelischen Kirche – das katholische Gotteshaus wurde im Jahr 1937 erbaut – ein ansehnlicher Weinberg stand. In uralten Zeiten sollen sich die Rebhänge sogar bis ins Wertbühl erstreckt haben. Die Gründungsversammlung findet am 25. Oktober um 20 Uhr im Pfarreisaal unter der katholischen Kirche statt. Als Präsident wird der Versammlung Andreas Kurmann vorgeschlagen, als Aktuarin Marianne Schumacher. Norbert Schalk wird die Katholische Kirchgemeinde vertreten sowie sich um das Gesellige und die Website kümmern. Die Website ist bereits aufgeschaltet: www.weinberg-bussnang.ch. Darauf erscheint der künftige Weinberg unterhalb der katholischen Kirche halt erst als Fotomontage.

Norbert Schalk, Gründungsmitglied. (Archivbild: pd)

Norbert Schalk, Gründungsmitglied. (Archivbild: pd)

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