Neuer Holzbau bietet mehr Platz

Das Schulhaus in Scherzingen ist zu eng. Ein Erweiterungsbau ist die Lösung für die Platzprobleme. Im Architekturwettbewerb konnte die Jury aus sechs Projekten auswählen und hat sich einstimmig entschieden.

Nicole D'orazio
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Architekt Werner Heim spricht mit Schulbehördenmitglied Daniel Flum und Schulpräsidentin Andrea Epper über sein Siegerprojekt. (Bild: Reto Martin)

Architekt Werner Heim spricht mit Schulbehördenmitglied Daniel Flum und Schulpräsidentin Andrea Epper über sein Siegerprojekt. (Bild: Reto Martin)

SCHERZINGEN. Die Schülerzahlen in Scherzingen nehmen laufend zu, der Platz im Schulhaus wird knapp. Ein Pavillon konnte als Provisorium etwas Abhilfe schaffen. Doch auf das Schuljahr 2015/16 hin ist eine zusätzliche Kindergartenabteilung nötig, ein Jahr später eine weitere Primarschulklasse. «Wir haben den Zustand aller Gebäude überprüfen lassen», sagt Schulpräsidentin Andrea Epper an der Medieninformation am Montagabend. «In einem Teil ist Feuchtigkeit festgestellt worden. Dieser wird abgerissen. Zudem ist allgemein das Raumkonzept nicht optimal, da alles in verschiedenen Etappen erstellt worden ist.» Die Münsterlinger Schulbehörde habe sich darum entschieden, einen Architekturwettbewerb für die Schulraumerweiterung durchzuführen. In die Ausschreibung habe man zudem die Öffnung des Töbelibaches integriert, der nördlich der Schulanlage durchfliesse. «Die ganze Situation ist nicht einfach, dennoch machbar.»

Sechs gute Projekte

Sechs Architekturbüros wurden eingeladen, ihre Projekte einzureichen. «Dabei war uns wichtig, dass sie sowohl die Planung wie auch die Bauleitung übernehmen», ergänzt Daniel Flum, der in der Schulbehörde das Ressort Liegenschaften führt. Es seien gute bis sehr gute Projekte eingegangen. Die Jury habe sich in der Vorausscheidung schnell für drei entschieden und dann einstimmig den Sieger erkoren: «Relief» der Dahinden Heim Architekten AG in Winterthur.

Es handelt sich um einen zweigeschossigen Holzbau, der Platz für ein Klassenzimmer, einen Kindergarten, die Bibliothek und verschiedene Räume für Gruppen, Englisch und Deutsch bietet. Zudem hat das Schulsekretariat Platz. Dieses ist bisher im Gemeindehaus untergebracht. «Das Projekt hat im Raumkonzept überzeugt. Die filigrane Holzfassade des Anbaus passt sehr schön zur dörflichen Umgebung. Der Bau ist kompakt, nicht verstückelt. Auch die Umgebung wurde attraktiv gestaltet», sagt Andrea Epper.

Abstimmung nächsten Juni

Der Entwurf sei genau auf die Bedürfnisse zugeschnitten, meint Daniel Flum. «Wir möchten nicht auf Reserve bauen. Erweiterungen wären allerdings möglich.» Der Budgetrahmen wurde auf zwischen vier und fünf Millionen Franken festgelegt. Im Juni des kommenden Jahres möchte man den Baukredit der Schulgemeindeversammlung vorlegen, sagt Andrea Epper. Im Spätsommer sollte mit dem Bau begonnen werden, damit der benötigte Kindergarten im Sommer 2015 bereitsteht. «Als nächstes wird nun die Baukommission zusammengestellt», sagt die Schulpräsidentin.

Architekt Werner Heim zeigte sich erfreut über den Sieg: «Das Projekt war für uns eine Herausforderung, da es sich um ein Konglomerat von verschiedenen Bauten aus verschiedenen Zeiten handelt. Wir haben diese aber gerne angenommen.»

So soll das neue Schulhaus vom Innenhof her aussehen. (Bild: pd)

So soll das neue Schulhaus vom Innenhof her aussehen. (Bild: pd)