Neuer Anlauf für den Hochwasserschutz in Horn

HORN. Der Hornbach beschäftigt die Gemeinde Horn und den Kanton seit Jahrzehnten. Ein neues Hochwasserschutzprojekt will der Gemeinderat noch in diesem Jahr vorstellen, teilt er im Gemeindeblatt mit.

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HORN. Der Hornbach beschäftigt die Gemeinde Horn und den Kanton seit Jahrzehnten. Ein neues Hochwasserschutzprojekt will der Gemeinderat noch in diesem Jahr vorstellen, teilt er im Gemeindeblatt mit.

Umgesetzt wurden in den Jahren 1965, 1969, 1986 und 1995 zwar verschiedenste Massnahmen und Projekte. Hochwasserereignisse und deren Analysen zeigten auf, dass weitere Massnahmen notwendig sind. Der Gemeinderat beauftragte 2003 das Ingenieurbüro Wälli, Sanierungsvorschläge zu erarbeiten. Die favorisierte Variante wollte er aber nicht gegen den Willen der Anstösser weiterverfolgen. Das Ingenieurhonorar belief sich auf 48 000 Franken.

Linienführung stiess an

Zwischen 2006 und 2008 erfolgten verschiedene Nachfragen, wie es weitergehe. Der Gemeinderat beschloss, die damals vorgebrachten Kritikpunkte vertieft auszuwerten und erteilte der Wälli AG 2008 den Auftrag zur Erarbeitung von Alternativen und Varianten. Dazu gab es weitere Anwohnerinformationen und Gespräche mit Vertretern des Kantons und des Bundes.

In ihrem Vorprüfungsbericht hielt die kantonale Fachstelle für Wasserbau des Amtes für Umwelt 2012 fest, dass es sich beim neu ausgearbeiteten Projekt um ein gutes Projekt handelt. Trotzdem verweigerte das Amt für Umwelt der Gemeinde die Freigabe zur Planauflage, da sich das Amt für Denkmalpflege gegen die Linienführung im Bereich der Liegenschaft Grünau und den damit einhergehenden baulichen Massnahmen stellte.

Anpassungen bis Ende Jahr

Durch eine Einsprache des Thurgauer Heimatschutzes wurde die Situation und Linienführung des Hornbachs in diesem für das Projekt wichtigen Bereich zusätzlich blockiert. Ein abschliessender Entscheid ist noch ausstehend. Die Kosten für dieses zweite Teilprojekt belaufen sich auf rund 65 000 Franken. Kostentreibend waren hier Höhenaufnahmen des Geländes.

Der Gemeinderat sei jetzt in der Schlussbearbeitung der Unterlagen und werde diese dem Kanton zur Genehmigung einreichen. «Dadurch sollte das Projekt, bei optimalem Ablauf, noch vor Jahresende vorgestellt werden können», heisst es. (red.)