Neue Zimmer für die Bewohner

Am 24. November werden die Stimmbürger von Romanshorn über einen Kredit von 5,9 Millionen Franken für den Umbau des Pflegeheims abstimmen.

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ROMANSHORN. Der Erweiterungsbau für die Demenzwohngruppe ist fertig. Nun will das Regionale Pflegeheim Romanshorn den Umbau und die Sanierung des bestehenden Pflegeheims angehen. Die Stimmbürger entscheiden am 24. November über einen Kredit von 5,9 Millionen Franken. Die Botschaft liegt bereits vor und kann auf der Homepage der Stadt heruntergeladen werden.

Das Pflegeheim wurde 1976 im umgebauten ehemaligen Krankenhaus eingeweiht und 1987 erweitert. Seither wurden zwar Küche, Lifte, Dächer und Erdgeschoss erneuert, an den Zimmern wurden aber keine tiefgreifenden Veränderungen vorgenommen. Die Umbau- und Sanierungsarbeiten sind deshalb nötig. Zum einen, um den kantonalen Vorschriften zur Mindestgrösse der Zimmer auch künftig zu genügen, zum anderen, um den Ansprüchen der Bewohner gerecht zu werden, wie der Stadtrat in der Botschaft schreibt.

Wohnlicher Leben

So sei die Nachfrage nach Einzelzimmern gestiegen, Doppelzimmer würden vor allem von Paaren gewünscht, und ein Teil der Zimmer soll neu über Nasszellen verfügen. Für viele der Bewohner und ihre Angehörigen sind diese Wünsche ein zentrales Anliegen, wenn ein Eintritt ins Pflegeheim bevorsteht.

Zudem sei die ursprüngliche Struktur des Krankenhauses noch spürbar. Das führe zu einer spitalähnlichen Atmosphäre. «Das heutige Verständnis von Pflege aber wertet Lebensqualität stärker und gewichtet Wohnlichkeit höher als rein funktionale Abläufe.» Diesem Aspekt soll die Umgestaltung Rechnung tragen.

Gleichzeitig sollen alle sicherheits- und feuerschutzrelevanten Installationen ersetzt und modernisiert werden.

Umbau in drei Etappen

Während der Umbauphase, die insgesamt rund zwei Jahre dauert, wird der Erweiterungsbau für die Demenzwohngruppe provisorisch für 20 Bewohner eingerichtet. Diese ziehen vorübergehend in den Neubau ein. Auf diese Weise können die Zimmer im Altbau etappenweise umgebaut und renoviert werden. Erst danach kommt der neue Erweiterungsbau als Demenzwohngruppe zum Tragen.

Der Umbau des Pflegeheims ist in drei Etappen geplant: zuerst werden die Arbeiten im alten Spital ausgeführt, dann im Teilbereich beim Eingang und schliesslich beim Saalflügel. Das Untergeschoss, das Erdgeschoss, der erste und der zweite Stock werden jeweils durchgehend umgebaut.

Stadt muss helfen, zu finanzieren

Gemäss Reglement des Regionalen Pflegeheims muss das Heim für Erneuerungen und Ersatzinvestitionen selber aufkommen. Die Gemeindeordnung schreibt aber für Kredite in dieser Höhe eine Urnenabstimmung vor. So entscheiden die Stimmbürger zwar über das Umbauprojekt, sie sollen aber nicht mit Steuergeldern dafür aufkommen müssen. Das wird in der Botschaft erklärt. Das Pflegeheim sei ein unselbständiger Gemeindebetrieb. Die Stadt müsse deshalb für Kosten aufkommen, die das Pflegeheim nicht selber tragen könne.

Der Stadtrat empfiehlt, dem Kredit zuzustimmen. (red.)

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