Neue Sammelstellen haben viele Vorteile

ROMANSHORN. Die Einführung der Unterflur-Sammelstellen kommt bei der Romanshorner Bevölkerung gut an. «Das Zusammenleben im Quartier ist deutlich entspannter geworden», weiss Sigrid Wood, die im Wiesenring wohnt.

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ROMANSHORN. Die Einführung der Unterflur-Sammelstellen kommt bei der Romanshorner Bevölkerung gut an. «Das Zusammenleben im Quartier ist deutlich entspannter geworden», weiss Sigrid Wood, die im Wiesenring wohnt. Zu früh an die Strasse gestellte und von Tieren aufgerissene Abfallsäcke hätten immer wieder zu Diskussionen geführt. «Wir sind zudem sehr viel flexibler geworden», pflichtet Chantal Wohnlich bei.

Alles viel einfacher

«Man muss nicht mehr auf eine bestimmte Zeit spekulieren und hat es auch viel einfacher, wenn man einmal in die Ferien fährt», sagt die zweifache Mutter. Ihre hochschwangere Nachbarin Anataschia Vilanova ist vor allem auch froh, dass sie die übelriechenden Windeln nicht lange in der Garage lagern muss. «Dieses System hat keine Nachteile», sagt die Frau, die gleich neben der Sammelstelle «Wiesengrund» wohnt und erfreut feststellt, dass aus dem Unterflurbehälter keine üblen Gerüche wahrzunehmen sind.

Im Quartier Wiesengrund sind jedoch nicht nur die Mütter von der neuen Entsorgungsmethode angetan. Auch der Nachwuchs hat sich an das Zusatzämtli gewöhnt. «Unsere Kinder tragen den Sack jeweils gerne zu zweit zum Unterflurbehälter», erzählt Sigrid Wood.

Erste Bilanz ist positiv

Die Reaktionen auf das flexible Entsorgen sind ein halbes Jahr nach der Einführung sehr positiv. Die Bevölkerung schätzt die sauberer gewordenen Quartiere. Zweifel konnten durch persönliche Gespräche in den meisten Fällen beseitigt werden. Es kommt aber vor, dass offizielle KVA-Abfallsäcke neben statt in den Unterflur-Containern abgestellt werden. Die Stadt verrechnet in solchen Fällen die Umtriebe und erstattet im Wiederholungsfall Strafanzeige.

«Unser Ziel ist, dass die offenen Sammelstellen und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten mittelfristig ganz aus Romanshorn verschwinden», erklärt der für das Ressort Versorgung und Entsorgung zuständige Stadtrat Patrik Fink. In den nächsten Monaten werden in weiteren Quartieren Unterflur-Sammelstellen aufgestellt. (mtb)