Neue Regelung fürs Uferfischen in Arbon

Der Stadtrat Arbon erlaubt das Fischen am Seequai nur noch punktuell und signalisiert die dafür vorgesehenen Gebiete.

Merken
Drucken
Teilen

ARBON. Der Seequai Arbon ist ein beliebter Aufenthaltsraum für Spaziergänger, Velofahrer, Skater – und auch für Fischer, die vom Ufer aus ihr Hobby betreiben. Wo viele Menschen mit unterschiedlichen Ansprüchen und Bedürfnissen aufeinandertreffen, braucht es nebst gegenseitiger Rücksichtnahme auch Regeln für ein gutes Zusammenleben. Deshalb hat der Stadtrat Arbon entschieden, das Fischen vom Ufer aus nur noch an bestimmten Orten zu erlauben.

Wo darf noch gefischt werden?

Auslöser für die Neubeurteilung war unter anderem die Erweiterung des Schlosshafens um 150 Plätze. Das Departement für Bau und Umwelt (DBU) hatte 2009 die Erteilung der Hafenkonzession von der Auflage abhängig gemacht, dass nach Fertigstellung der neuen Hafenanlage im Hafen, im Bereich der Hafenein- und -ausfahrt sowie seeseitig an den Fischreisern nicht gefischt werden darf. Dies auch zum Schutz der Jungfischpopulation, die im Schutz der Fischreiser aufwachsen. Von dieser Regelung nicht betroffen ist das Vorland nördlich der Hafenmole beim neuen Schlosshafen bis zu den Fischreisern. Ebenfalls weiterhin zugelassen ist das Fischen von der nördlichen Hafenmole bis zum Waschplatz sowie im Abschnitt zwischen dem alten Hafen und dem heutigen Hotel Metropol. Auch im Aufschüttgebiet beim Seeparksaal darf weiterhin vom Ufer aus gefischt werden.

Gebiete werden kontrolliert

Entlang des Seeufers vom Hotel Metropol bis zur Gemeindegrenze zu Steinach sowie auf den Hafenmolen ist das Fischen neu generell untersagt. Dies gilt auch für die Naturschutzgebiete Seemosriet und Seewiese. Die entsprechende Signalisation wird durch die Stadt Arbon gestellt. Eine Kontrolle erfolgt durch die Sicherheitspatrouille der Stadt Arbon. Der Entscheid, zu den vom Stadtrat zusätzlich festgelegten Gebietsbeschränkungen, wurde vorgängig mit der Jagd- und Fischereiverwaltung Thurgau abgesprochen.

Den Fischern und insbesondere den Jung-Fischern soll und wird dadurch die Ausübung ihres Hobbys nicht vereitelt. Die Massnahme unterstützt zum einen die Förderung der Flachufervegetation und sorgt zum anderen dafür, dass der Seequai weiterhin für alle ein attraktiver Aufenthaltsraum bleibt. (sra/mtk)