Neue Marktfahrer gesucht

Der Kreuzlinger Samstags-Markt läuft besser, seit er vom «Bären» an die Marktstrasse verlegt wurde. Es gibt aber noch Platz für zusätzliche Standbetreiber und die Vision von einem Markt auf dem Boulevard.

Martina Eggenberger Lenz
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Klein und familiär: Im Moment nehmen nur fünf Marktfahrer am Samstags-Markt teil. (Bild: Donato Caspari)

Klein und familiär: Im Moment nehmen nur fünf Marktfahrer am Samstags-Markt teil. (Bild: Donato Caspari)

KREUZLINGEN. Hausgemachter Zopf, frische Blumen, Käsespezialitäten, Fisch oder knackiges Gemüse – das alles kann man samstags in Kreuzlingen auf der Strasse einkaufen. Insgesamt fünf Standbetreiber beleben dann die Marktstrasse. Es ist eine kleine, aber feine Truppe. Der Markt wurde nach der Fertigstellung des Boulevards vom Platz hinter dem «Bären» an die Ecke beim Stadthaus gezügelt.

Offenbar mit Erfolg: «Es läuft besser», sagt etwa Elisabeth Lang, die zusammen mit ihrer Tochter Monika Backwaren verkauft. Und auch Heidi Rihs vom Käslädeli erzählt: «Wir haben mehr Kundschaft. Der Markt ist belebter.» Verena Diener, Gemüsehändlerin, bringt es auf den Punkt: «Der Umsatz ist höher.»

Marktfahrer gesucht

Die Stadt würde den Markt am liebsten noch prominenter in Szene setzen. Eine Vision ist, dass er auf den Boulevard verlegt und die Hauptstrasse jeweils gesperrt würde, wie Caroline Leuch, Kommunikationsleiterin, sagt. Doch das ginge nur, wenn mehr Marktfahrer Ware anbieten würden. Leuch hat schon verschiedene potenzielle Teilnehmer angefragt, bislang ohne viel Erfolg. Der Standort beim Stadthaus sei aber richtig. «Und es ist ein Ziel, den Boulevard zu beleben», so Leuch. Die Stadt komme den Marktfahrern mit äusserst günstigen Standtarifen entgegen.

Aller Anfang ist schwer

Seit zwei Jahren mit dabei ist Elisabeth Lang. Sie verarbeitet für den Markt über 15 Kilogramm Mehl zu Zöpfen und Brot – und das alles zu Hause in der Privatküche, mit ganz normalen Geräten. Reich werde sie mit dem Marktstand aber nicht. Der Anfang sei hart gewesen, viele Besucher hätten sie ignoriert. Aber jetzt habe sie einen guten Kundenstamm. «Und der Markt würde mir fehlen.»

Boulevard-Idee gefällt

Das sagt auch Verena Diener, die seit rund 15 Jahren in Kreuzlingen mit dabei ist. Die Marktfahrer hier seien offen für zusätzliche Standbetreiber mit einem neuen Angebot, meint sie. Auch würden sie gerne auf den Boulevard zügeln. Sie glaube an den Standort Kreuzlingen, so die erfahrene Marktfahrerin. Es brauche halt etwas Durchhaltewillen, bis sich ein neuer Markt etabliere.

Heidi Rihs vom Käslädeli kommt immer gerne nach Kreuzlingen. Die Atmosphäre sei familiär, man kenne die Kunden, viele mit Namen. Auch Christian Schleusser, Blumen und Pflanzen, möchte den Markt nicht missen. Er ist seit dessen Gründung mit dabei und lobt den ausgezeichneten Zusammenhalt der Marktfahrer. Eine Verschiebung auf den Boulevard wäre aus seiner Sicht nur positiv. Ein breiteres Angebot und mehr Stände würden auch mehr Leute anlocken.