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Neue Ideen aus dem Tessin

Entsteht im «Volksgarten» eine «casa della musica» oder ein anderes kulturelles Zentrum? Architekturstudenten der Università della Svizzera italiana haben sich in den letzten Monaten Gedanken zur städtebaulichen Entwicklung des Hafengebiets von Romanshorn gemacht und sich dabei auch den Kopf

Entsteht im «Volksgarten» eine «casa della musica» oder ein anderes kulturelles Zentrum? Architekturstudenten der Università della Svizzera italiana haben sich in den letzten Monaten Gedanken zur städtebaulichen Entwicklung des Hafengebiets von Romanshorn gemacht und sich dabei auch den Kopf über das ehemalige Restaurant in der Nähe des Bahnhofs zerbrochen. Ideen entwickelten sie ebenfalls für das zum Verkauf stehende Schloss und das Massivlagerhaus, für das es konkrete Baupläne gibt.

Romanshorn ein Geheimtip

Praktische Arbeiten haben einen festen Platz in der Ausbildung der Architekturstudenten. Professor Ruggero Tropeano habe dieses Jahr Romanshorn als «Labor» ausgesucht, heisst es in einer Mitteilung des Kantons. Der erfahrene Architekt wähle für studentische Arbeiten jeweils Ortschaften aus, die städtebauliches Potenzial aufweisen, aber noch nicht in den Fokus der technischen Hochschulen gelangten. Romanshorn gelte als Geheimtip für Architekturstudenten. Die besondere städtebauliche und architektonische Entwicklung der Stadt führe zu interessanten Fragestellungen.

Die Aufgabenstellung wurde vom Dozenten und seinen beiden Assistentinnen, Manuela Ingletto und Francesca Belloni, vorgegeben und dokumentiert. Im März dieses Jahres reiste der ganze Kurs zur Einstimmung nach Romanshorn. Hier wurde die Gruppe von Bauverwalter Patrick Sieber und von Denkmalpflegerin Bettina Hedinger empfangen, durch das Hafengebiet geführt und über die aktuellen Planungsarbeiten und -absichten informiert.

Hangar für Wasserflugzeuge?

Wie nutzen wir künftig das Schloss und wie sind die umliegenden Grün- und Freiräume zu behandeln? Kann hinter dem Massivlagerhaus ein Theater gebaut oder im Gebäude ein Hangar für Wasserflugzeuge eingerichtet werden? Die Studenten hätten in ihren Arbeiten sowohl die Weiterentwicklung der einzelnen Bauten als auch die Anbindung der neuen Hotspots an andere Stadtteile vertieft, heisst es in der Mitteilung weiter.

Vor kurzem fand in Mendrisio die Schlusskritik der fertigen Arbeiten in Anwesenheit der Denkmalpflegerin statt. Die ausgearbeiteten Pläne, Visualisierungen und Modelle würden von einer intensiven Auseinandersetzung mit der Materie und von einem grossen Arbeitseinsatz zeugen, schreibt der Kanton.

Ausstellung geplant

In Absprache mit dem Lehrstuhl Tropeano hat das Amt für Denkmalpflege angeregt, die Arbeiten in Romanshorn der Öffentlichkeit zu präsentieren. In Zusammenarbeit mit der Stadt Romanshorn wird nun auf die Realisierung einer kleinen Ausstellung hingewirkt. Der frische Blick der Tessiner Architekturstudenten leiste einen spannenden Beitrag für offene Diskussionen um interessante Entwicklungen in Romanshorn, heisst es in der Mitteilung. (red.)

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