Neue Heizung wird geplant

Eine grosse Investition steht an im Seebad: Die Gasheizung muss ersetzt werden. Das kann bis zu 1 Mio. Franken kosten. Vorerst wird das Seebad aber für den Winterschlaf bereitgemacht.

Christa Kamm-Sager
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Kurz vor Saisonende: Gemeinderat Peter Höltschi, Bademeister Roland Lüscher, Isabella Szucher und Bademeister Roland Weder. (Bild: Christa Kamm-Sager)

Kurz vor Saisonende: Gemeinderat Peter Höltschi, Bademeister Roland Lüscher, Isabella Szucher und Bademeister Roland Weder. (Bild: Christa Kamm-Sager)

In der Besucher-Rangliste der letzten 16 Jahre steht diese Saison mit knapp 105 700 Eintritten auf dem 7. Platz. Im Rekordsommer 2003 besuchten 172 570 Leute die Badi. Diese Zahl findet man im Seebad angesichts des unsteten Sommerwetters in Ordnung. Gemeinderat Peter Höltschi: «Für uns ist es wichtiger, dass der Badegast zufrieden ist. Das Seebad ist nicht da, um Geld zu generieren.»

Spielplatz und Rasenmäher

Rote Zahlen schreibt der Badebetrieb in der Gemeinderechnung so oder so. Der Unterhalt ist zu teuer, als dass man in den vier Monaten Badesaison dieses Geld hereinholen könnte. Zudem wird immer wieder investiert. Auf diese Saison hin wurde beispielsweise der Spielplatz neu gemacht, der Eingangsbereich mit dem Besammlungsplatz neu gestaltet und ein eigener Rasenmäher angeschafft. Jetzt mähen nicht mehr Bauamtsmitarbeiter den Rasen, sondern die drei Bademeister machen das selber, wenn die Gelegenheit günstig ist. «So hat der Badegast immer einen sauber gemähten Rasen», äussert sich Bademeister Roland Lüscher. Vor Klee im Rasen ist man aber trotzdem nicht gefeit: «Dieses Jahr behandelten wir viele Bienenstiche.» Der Klee wird deshalb – aber auch, weil der Rasen dann wieder besser wachsen kann – durch den Gemeindegärtner abgespritzt. Aber angesichts der grossen Investition, die ansteht, sind Rasenmäher und Spielplatz nur Kleinigkeiten. Die Gemeinde muss beim Seebad die Gasheizung ersetzen. Der Betrag für die Erneuerung der Heizanlage wird für 2009/2010 budgetiert.

Kanton macht Auflagen

Bei der Wahl der Heizung spricht der Kanton ein gewichtiges Wort mit. «Der Kanton macht klare Auflagen in Sachen erneuerbarer Energien», so Höltschi. Diese müsse vor Ort produziert werden. Deshalb sei es auch nicht so einfach, sich dem Wärmeverbund, der schon die Kantonsschule mit Seewasser-Abwärme heizt, anzuschliessen. «Man müsste den benötigten Strom mit Solarzellen gewinnen. Das ist aber eine sehr teure Investition für die nur vier Monate Betriebszeit.» Im Moment werde deshalb eine Holzheizung favorisiert. Wenn aber die Bevölkerung bereit sei, eine Heizung mit Unterstützung von Solarzellen zu finanzieren, könnte man auch das realisieren.

Man rechne mindestens mit Kosten in der Höhe von geschätzten 700 000 bis 1. Mio. Franken für den Ersatz der Heizung.

Rekordtag: 22. Juni

Der diesjährige Rekordtag war der Sonntag, 22. Juni: 5222 Eintritte wurden an diesem Tag gezählt. Der 100 000. Besucher kam am 18. August. Das Seebad war an 144 Tagen geöffnet. Nichts ändern wird sich beim Eröffnungs- und beim Schliessungstermin: Das Seebad wird weiterhin jeweils am ersten Samstag im Mai geöffnet und bis zum Bettag offen bleiben.

Froh sind die drei Bademeister, dass in der Primarschule seit letztem Sommer Schwimmunterricht angeboten wird. «Es kommt schon vor, dass Eltern ihre sechsjährigen Kinder vor dem Eingang abladen und sie am Abend wieder holen», hat Lüscher beobachtet. Dann sei es gut, wenn die Kinder wenigstens schwimmen können.

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