Neue Heimküche nach 30 Jahren

ARBON. Ein Norovirus hat im Regionalen Pflegeheim Sonnhalden in Zukunft kaum eine Chance. Die Genossenschafter haben eine neue Küche bewilligt. Sie wird nach den modernsten Hygienevorschriften gebaut und 2,495 Millionen Franken kosten.

Hedy Züger
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Küchenchef Robert Zwahlen. (Bild: Hedy Züger)

Küchenchef Robert Zwahlen. (Bild: Hedy Züger)

Mit einer solchen Summe hatte auch die Betriebskommission nicht gerechnet. Doch wer eine über 30jährige Küche einem Umbau unterzieht, wird mit rigorosen Vorschriften konfrontiert: von der Hygiene über die Sicherheit der Lebensmittel, Lüftung, Sanitäranlagen, Kanalisation bis hin zu Brandschutz und Fluchtwegen.

Achte Variante gutgeheissen

«Dem Kreditantrag ging eine intensive Planungszeit voraus», erklärte Genossenschaftspräsident Hansjörg Binder. Die Fachplaner hätten mit dem Sonnhalden-Kader die besten Lösungen gesucht. Umbau ist nicht Neubau. Erst der achte Plan überzeugte; er wurde von den kantonalen Instanzen gutgeheissen. «Wir erstellen keine Luxusausführung», sagte Binder. Man habe Vergleiche, die Kosten bewegten sich im Mittel ähnlicher Küchenumbauten. «Die Mahlzeiten sind Höhepunkte im Leben im Pflegeheim und ausserhalb», sagte Küchenchef Robert Zwahlen. Die Tagesproduktion in der Sonnhalden-Küche sei mit den Jahren massiv gestiegen. Sollte dem Neubau Sonnhalden Plus zugestimmt werden, werde sich die Anzahl Mahlzeiten nochmals erhöhen.

Im Kredit seien das Küchenprovisorium in der Militärunterkunft Alst (73 000 Franken), ein neuer Kanal mit Fettabscheider (30 000 Franken), Mehrwertsteuer (200 000 Franken) und Vorleistungen an den Neubau enthalten.

Der Mahnfinger

Irene Bandle beantragte, über das Gesamtpaket abzustimmen: Küchenumbau und Neubau Sonnhalden Plus. Dessen Kosten seien noch nicht bekannt und die Finanzierung nicht gesichert. Ob nicht im Neubau eine neue Küche sinnvoller zu erstellen sei? Zwahlen wies darauf hin, dass der alte Standort zentraler sei. Die Versammlung lehnte eine Zusammenlegung der Abstimmungen ab, sie genehmigte den Kredit für den Küchenumbau.

Schwierige Finanzierung

Hansjörg Binder, Genossenschaftspräsident, informierte über den Stand beim Neubau «Sonnhalden plus»: «Die Finanzierung scheint tragbar, wenn eine Bürgschaft durch die Stadt Arbon auf die volle ungedeckte Investitionssumme geleistet wird.» Dieser Entscheid falle im Stadtparlament. Binder weiss: «Die Gemeinden Roggwil und Berg SG werden sich im geplanten Umfang beteiligen.»

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