Neue Gesichter im Vorstand

BISCHOFSZELL. Martin Herzog heisst der neue Präsident des Bischofszeller Kulturvereins Literaria. Otto Raymann ist nach sechs Jahren im Amt zurückgetreten.

Claudia Gerrits
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Martin Herzog, der neue Präsident des Bischofszeller Kulturvereins Literaria, und sein Vorgänger Otto Raymann. (Bild: Claudia Gerrits)

Martin Herzog, der neue Präsident des Bischofszeller Kulturvereins Literaria, und sein Vorgänger Otto Raymann. (Bild: Claudia Gerrits)

«Ich trete nicht leichten Herzens und schon gar nicht wegen Zweifeln an der guten Sache zurück», erklärte Otto Raymann an der Jahresversammlung der Literaria. Seit einem Jahr pensioniert, wolle er jetzt keine festen Verpflichtungen mehr haben, begründete er seinen Entscheid. Ruhig, besonnen und humorvoll habe Raymann das Vereinsschiff geführt und überall immer mit Hand angelegt, würdigte Vizepräsidentin Veronika Bosshard das Engagement Raymanns. Einstimmig wählte die Versammlung Martin Herzog zum neuen Präsidenten. Herzog gehört seit drei Jahren dem Vorstand der Literaria an.

Schöne Erfahrung

Zurückgetreten ist auch Kerstin Schiesser, die dem Vorstand seit 2002 angehörte. Sie habe die Mitarbeit als sehr bereichernd erfahren und die Begegnung mit den Künstlern habe ihr einen Blick hinter die Kulissen ermöglicht, erklärte sie. Mit Begeisterung habe Kerstin Schiesser an Sitzungen teilgenommen, Ideen eingebracht und dann dem Auftritt «ihrer» Künstler entgegengefiebert, sagte Otto Raymann. Die Vakanzen im achtköpfigen Vorstand füllen neu Christian Frauenfelder und Reto Meier. Meier gehörte vor einigen Jahren schon einmal dem Vorstand an.

Jahresrechnung mit Verlust

«Auch wenn die Musiker, Autoren und Kabarettisten ein Honorar erhalten, gilt es festzuhalten, wie persönlich die Kontakte mit ihnen waren», hob Raymann im Jahresrückblick hervor. «Keine Allüren und immer wieder die lobende Anerkennung für die Örtlichkeiten, die Stadt Bischofszell und den unkomplizierten Umgang mit unseren Vorstandsmitgliedern.»

Die Rechnung 2013/2014 verzeichnet einen Verlust von 7844 Franken. Allerdings konnte bei den Einnahmen noch kein Beitrag der Stadt Bischofszell und davon abhängig auch kein Beitrag aus dem Lotteriefonds verzeichnet werden. Mit diesen Beiträgen wird sich das Defizit noch um 4000 Franken verringern.

Wie die letzten Jahre zur Tradition geworden, gehörte auch ein musikalischer Akzent zur Jahresversammlung. Samuel Forster, Percussionist, Schlagzeuger und Lehrer an der Musikschule Bischofszell, faszinierte mit Klängen auf einer indischen und einer persischen Trommel sowie auf dem Marimba.

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