Neue Arboner im Schloss empfangen

ARBON. Von den 900 Personen, die dieses Jahr nach Arbon gezogen sind, erschienen 80 zur Neuzuzügerbegrüssung im Schloss. Patrick Hug, Stadtammann ad interim, riet den neuen Arbonern, sich aktiv am Leben in der Stadt zu beteiligen.

Hedy Züger
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Die Neuzuzüger mit den Vertretern der Stadt im Schlosshof. (Bild: Hedy Züger)

Die Neuzuzüger mit den Vertretern der Stadt im Schlosshof. (Bild: Hedy Züger)

Die Begrüssung der 80 Neuzuzüger fand im Schloss Arbon statt. Der perfekte Ort, um bei den neuen Einwohnern sogleich einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Das Raumangebot in der einst bischöflichen Residenz ist so vielseitig wie prunkvoll.

Allerlei Mietformen

Die geladenen Gäste erlebten die wuchtige Empfangshalle mit altem Gebälk und Bollensteinboden, die Gastfreundschaft in der behäbigen Wirtschaft zum Schloss und die Vorstellung der Stadt in der guten Stube, im Landenbergsaal. Da mochte man zwischen Kirche und Stadt auch nicht über eine kleine Jahrzahl zanken: «610 kam Gallus nach Arbon», insistierte die Stadt, 612 sei die denkwürdige Zahl, behauptet die Kirche und bleibt bei ihrem Jubiläumsjahr. Während der Kaffeerunde kamen die Wohnungen der Neuzuzüger und verwandte Kapitel zur Sprache. Wer zügelt weiss, dass der Mietvertrag für Neubauwohnungen oft mit einem Pflichtjahr verbunden wird.

Eine Arboner Genossenschaft verlangt eine Kaution von 2500 Franken: Für eine Wohnung mit dreieinhalb Zimmern in einem Altbau. Neuzuzüger diskutierten im weitern über Vor- und Nachteile von Wohnen bei Wohnbaugenossenschaften. Fazit der Diskussion: Die Leitung muss kompetent und uneigennützig funktionieren, die Miete vergleichsweise günstig sein.

Hoffen auf Ortsbus

Ein Paar aus St. Gallen hat sich für eine Wohnung an der Florastrasse in Stachen entschieden. Die Aussicht sei phänomenal, Wohnqualität und Preis überzeugten. Nur die Anbindung an den öffentlichen Verkehr lasse vorerst Wünsche offen, man hoffe auf eine gute Lösung mit dem Ortsbus. Bis dahin sei das eigene Auto mehr als in den St. Galler Jahren im Einsatz.

Porträt der Stadt

Im Landenbergsaal begrüsste Patrick Hug, Stadtammann ad interim, die neuen Mitbürger. Er empfahl, sich aktiv am Stadtleben zu beteiligen, und lieferte dafür historische und aktuelle Fakten. 140 Vereine und weitere Körperschaften nehmen gerne neue Mitdenker auf.

Die Kirchen setzen sich für ihre Aufgabe, religiöse und humanistische Ausbildung der Jugend sowie die lebenslange Begleitung Erwachsener ein, die Schulgemeinden sind gut unterwegs.

Mitmachen empfohlen

Primarschulpräsidentin Regina Hiller, die beiden Kirchenpräsidenten, Parlamentspräsident Fabio Telatin sowie Stadträte und Parteipräsidenten stützten mit ihrer Präsenz die Aussage Hugs, dass es sich lohne, in Arbon daheim zu sein und sich am vielfältigen Leben in der Stadt aktiv zu beteiligen.