Neubau optimiert Gemeindearbeit

ZIHLSCHLACHT-SITTERDORF. Der Gemeinderat von Zihlschlacht-Sitterdorf will für die Feuerwehr und den Werkhof einen Neubau realisieren. Am 26. Oktober entscheiden die Stimmberechtigten über den Projektierungskredit.

Urs Bänziger
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Blicken zuversichtlich auf die Abstimmung: Planer Guido Santschi, Frau Gemeindeammann Heidi Grau und die Mitglieder der Baukommission. (Bild: Donato Caspari)

Blicken zuversichtlich auf die Abstimmung: Planer Guido Santschi, Frau Gemeindeammann Heidi Grau und die Mitglieder der Baukommission. (Bild: Donato Caspari)

Werkhofchef Edgar Bernhardsgrütter muss sich warm anziehen, wenn er in der kalten Jahreszeit in der Scheune an der Bernhauserstrasse 7 in Zihlschlacht Reparaturarbeiten verrichtet. Der alte Bauernhof dient der Gemeinde als Werkhof, Feuerwehrdepot und Wertstoffsammelstelle. Die Räume sind nicht beheizt, was bei Geräten und Material immer wieder zu Schäden führe, wie Bernhardsgrütter und Feuerwehrkommandant Ernst Ackermann sagen. Dazu kommen die engen Platzverhältnisse.

«Die Scheune ist zwar gross, aber vom Raumvolumen kann nur ein Teil genutzt werden.» Geräte und Material der Feuerwehr sind an zwei verschiedenen Standorten untergebracht, was nicht optimal sei, betont Ackermann.

Nach langer Zeit ein Hochbau

Ein zentrales Depot ist ein langgehegter Wunsch der Gemeindefeuerwehr, und Edgar Bernhardsgrütter würde es schätzen, wenn ihm eine beheizte Werkstatt zur Verfügung stünde. Es liegt an den Stimmberechtigten von Zihlschlacht-Sitterdorf, ob diese Wünsche in Erfüllung gehen.

An einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung entscheiden sie am 26. Oktober über einen Projektierungskredit von 135 000 Franken für den Bau eines Feuerwehrdepots und Werkhofs.

Die Realisierung wäre für die Gemeinde in der Erfüllung ihrer Aufgaben ein grosser Schritt, sagt Frau Gemeindeammann Heidi Grau. Die Behörde dokumentiert die Bedeutung des Projektes auch darin, dass der gesamte Gemeinderat der Baukommission angehört.

«Meines Wissens ist das nach vielen Jahrzehnten der erste Hochbau, den die Gemeinde erstellen will», so Grau. Genehmigt der Souverän die Projektierung, soll an der Budgetgemeindeversammlung im Februar der Baukredit vorgelegt werden. Dieser wird sich um gut 2 Millionen Franken bewegen.

Schlicht und zweckmässig

Geplant sei ein schlichter, zweckmässiger Neubau, der sich – angrenzend an die Schule und Kirche – in das Dorfbild eingliedere, so Grau.

Für die Feuerwehr wird neben der Einstellhalle für die Fahrzeuge ein Atemschutzraum und ein Materiallager erstellt. Die Ausfahrt der Feuerwehr erfolgt über die Bernhauserstrasse. Die leichte Hanglage des Grundstücks wird ausgenützt, indem sich der Werkhof im Untergeschoss mit eigener Zufahrt befindet. An die Einstellhalle für Fahrzeuge und Geräte angegliedert sind eine Werkstatt, ein Büro sowie ein Silo für das Streusalz.

Über die gleiche Zufahrt ist die Werkstoffsammelstelle zu erreichen, die auch in bezug auf die Geruchsimmissionen markante Verbesserungen gegenüber der bestehenden aufweisen soll. Der Schulungsraum der Feuerwehr soll gleichzeitig der Bevölkerung als Mehrzweckraum zur Verfügung stehen.