Nauer löst Stahel an der Spitze ab

AMRISWIL. Der Fussballclub Amriswil hat einen neuen Präsidenten. Sportchef Matthias Nauer übernimmt das Amt von Markus Stahel, der sich künftig als Vorstandsmitglied ganz dem Bereich Werbung und Sponsoring widmet. Die Finanzen sind momentan der wunde Punkt des Clubs.

Rita Kohn
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Der abtretende FC-Präsident Markus Stahel wird zum Ehrenmitglied ernannt und beschenkt. (Bild: Rita Kohn)

Der abtretende FC-Präsident Markus Stahel wird zum Ehrenmitglied ernannt und beschenkt. (Bild: Rita Kohn)

AMRISWIL. Eigentlich war er begeisterter Turner. Dann aber hat ihn der FC für sich eingenommen. Sieben Jahre lang stand der Oberaacher Markus Stahel schliesslich als Präsident an der Spitze des Amriswiler Fussballclubs. «Er hat sich mit Herzblut für den FC engagiert», sagt Stahels Nachfolger Matthias Nauer, im FC besser als «Mäff» bekannt. Das grosse Engagement habe ihn aber auch fast die Gesundheit gekostet.

Ganz geht Markus Stahel nach seinem Rücktritt dem FC nicht verloren: Er übernimmt ein neu geschaffenes Amt und kümmert sich künftig um Marketing und Sponsoring. Damit kehrt er in gewissem Sinne auch zu den Anfängen seiner Zeit als FC-Funktionär zurück, war er doch vor der Übernahme des FCA-Präsidiums im Jahr 2006 Präsident der Gönnervereinigung.

Ziel erreicht

Markus Stahel blickt auf eine Zeit voller Höhepunkte und Tiefschläge zurück. Zweimal hat er den Aufstieg der ersten Mannschaft in die zweite Interregional-Liga erlebt, aber auch zweimal den Abstieg in die zweite Liga regional hinnehmen müssen. «Ich habe eine Interregional-Mannschaft übernommen – und gebe nun wieder eine solche ab», sagt er und schmunzelt. «Damit habe ich das Ziel erreicht.»

Doch ganz zufrieden ist der scheidende Präsident mit den letzten sieben Jahren nicht. Vieles, was er gerne umgesetzt hätte, hat sich letztlich nicht verwirklichen lassen. Besonders leid tut es ihm um die gescheiterte Abstimmung in Sachen neue Sporthalle. Er hatte sich für Projekt stark engagiert und musste zähneknirschend den ablehnenden Entscheid der Stimmberechtigten zur Kenntnis nehmen. Für den FC bedeutet das, dass er weiterhin mit einer kaum mehr genügenden Infrastruktur leben muss. Gedanken habe er sich gemacht, als er die Stimmbeteiligung sah, sagt Stahel in seinem letzten Jahresbericht als Präsident. «Bei über 2500 registrierten aktiven Sportlern in Amriswil erstaunt mich die Stimmbeteiligung.» Das Projekt Sporthalle wird Stahel aber auch in den nächsten Monaten noch beschäftigen, bleibt er doch Mitglied der Sportplatzkommission.

Neues Ehrenmitglied

Dass die Wahl seines Nachfolgers Matthias Nauer nur eine Formsache sein würde, davon ist Markus Stahel ausgegangen. Dass er aber nach seinem Rücktritt als Präsident auf eine besondere Art geehrt würde, damit hat er nicht gerechnet.

So souverän der Oberaacher auch durch seine letzte Generalversammlung als FC-Präsident führte, so gerührt ist er, als Matthias Nauer ihm eröffnet, dass er zum Ehrenmitglied des FC ernannt werde. Die Ernennung erfolgt mit Zustimmung der breiten Masse: Die 99 anwesenden Stimmberechtigten wie auch die Gäste danken Markus Stahel mit einem langanhaltenden Applaus für sein Engagement.

Matthias Nauer Neuer Präsident des Fussballclubs Amriswil (Bild: Rita Kohn)

Matthias Nauer Neuer Präsident des Fussballclubs Amriswil (Bild: Rita Kohn)