Nasse Kinder, wehmütige Eltern

Die Schuljugend feierte den Saisonabschluss im Lernschwimmbecken Wuppenau. Viele Eltern hoffen, dass es nicht das letzte Mal gewesen ist.

Brenda Zuckschwerdt
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Planschende Kinder im Wuppenauer Lernschwimmbecken. (Bild: Brenda Zuckschwerdt)

Planschende Kinder im Wuppenauer Lernschwimmbecken. (Bild: Brenda Zuckschwerdt)

WUPPENAU. Bei den kleinsten Schwimmern gab es Tränen. Nicht wegen der drohenden Schliessung des Lernschwimmbeckens, sondern wegen der engen Badekappen. Die wollten einfach nicht auf die Kinderköpfe. 60 Wasserratten, vom Kindergartenalter bis zur sechsten Klasse, waren zum Schwimmfest gekommen und nahmen das Motto «Spiel, Spass und Pflotschnass» nur allzu wörtlich.

Schwimminstruktorin Heidi Fischer hatte alle Hände voll zu tun, um die Kinder in Schach zu halten. Die Kleinsten tanzten ausgelassen im Wasser, schleppten Ringe und Gummienten an den Beckenrand und verzogen immer wieder ihre Gesichter, wenn es im Wasser zu sehr spritzte.

Aufwertung fürs Dorf

Die Wuppenauerin Rahel Rizzuto beobachtet das Geschehen hinter der Glasscheibe. Sie ist mit ihrem Sohn Nevio gekommen, seit letzten Herbst lernt er hier schwimmen. Wie schon seine drei älteren Geschwister. Auch sie hatten alle hier Schwimmunterricht. Immer konnten die Kinder zu Fuss in den Schwimmkurs. Die Mutter hofft deshalb, dass sich durch das Engagement der Interessengemeinschaft «Rettung für das Lernschwimmbecken» eine Möglichkeit erschliesst, das Bad zu erhalten.

Gerade jetzt, wo in Wuppenau so viele neue Häuser gebaut werden und Familien mit Kindern zuziehen. Das Lernschwimmbecken sei eine Aufwertung für das Dorf, sagt Rahel Rizzuto.

Alle waren sich einig

Dass es schade wäre, wenn es das Lernschwimmbecken nicht mehr gäbe, darin waren sich alle Anwesenden einig. Sie müsste ihre Kinder dann ins Hallenbad nach Weinfelden fahren, sagt eine Mutter. «Bei drei schulpflichtigen Kindern ist man ohnehin schon oft genug Taxichauffeur.»