Näher am schulischen Geschehen

KREUZLINGEN. Mit dem Umzug an die Pestalozzistrasse rückt die Schulberatung der Primarschule Kreuzlingen ins Zentrum. Morgen Freitag werden die Räume im Obergeschoss des Schulpräsidiums mit einer internen Feier eingeweiht.

Maya Mussilier
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Seit sechs Jahren betreut Ulrike Wolf die Schulberatung der Primarschule Kreuzlingen, die bisher an der Hafenstrasse stationiert war. Seit den Sommerferien teilt sie sich ihr Amt mit Stephan Hugentobler. Für die beiden ist der Umzug ins Obergeschoss des Schulpräsidiums an der Pestalozzistrasse auch als Wertschätzung der Beratungsstelle zu werten. Ulrike Wolf: «Damit sind wir zentraler und leichter zu finden.» Ein wichtiger Schritt, um näher zu Lehrern, Eltern und Kindern zu rücken.

Ergänzende Dienstleistungen

Die Schulberatung Kreuzlingen ist von der kantonalen Schulberatung unabhängig. «Durch unser Tätigkeitsfeld sind wir vor allem mit den Schulsozialarbeitern im Thurgau sowie mit den Schulpsychologen vernetzt. Die kantonale Schulberatung bietet für uns ergänzende Dienstleistungen», so Ulrike Wolf. So weise die Schulberatung der Primarschule Kreuzlingen Lehrkräfte bei Bedarf an die entsprechenden Stellen weiter.

Insgesamt will die Schulberatung Lehrkräften, Eltern und Kindern Unterstützung bieten. «Die Sozialarbeiter haben teilweise ein ähnliches Arbeitsfeld», erklärt Ulrike Wolf. Diese würden sich aber mehr im Umfeld der Betroffenen bewegen. Die Schulberatung sei hauptsächlich auf die Beratung ausgerichtet. Sie würden keine Diagnosen stellen, dies sei Aufgabe der Schulpsychologen, mit welchen die Schulberatung einen engen Kontakt pflegt.

Mobbing ist ein Thema

In der Schulberatung finden Lehrkräfte Unterstützung, wenn sie es mit schwierigen Klassen oder Schülern zu tun haben. Aber auch bei Kindern mit problematischem Umfeld zu Hause oder bei Gewalt auf dem Schulplatz.

Ein wichtiges Thema ist Mobbing unter Schülern. Für Eltern wird Unterstützung geboten, wenn es sich um Erziehungsfragen im Zusammenhang mit der Schule handelt. «Kinder melden sich selten direkt bei uns. Im Primarschulalter ist die Hemmschwelle noch gross», sagt Stephan Hugentobler.

Spannende Arbeit

Gerade in diesem Jahr hatte er aber mit einem Mädchen zu tun, welches vor dem Übertritt in die Oberstufe Angst hatte und sich deshalb an die Schulberatung wandte. Für Stephan Hugentobler ist die Arbeit als Schulberater spannend und herausfordernd. «Es ist schön, einen Beitrag leisten zu können, damit es wieder rund läuft», sagt er. Auch Ulrike Wolf mag ihre Arbeit, freut sich dabei auch über die Wertschätzung durch die Klienten.

Von Eltern geschätzt

Die Eltern würden es sehr schätzen, dass es neben Schulleiter, Behörde oder Lehrkräften noch zusätzlich eine neutrale Anlaufstelle gebe.

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