Nächster Schritt Richtung Hafen

Der Münsterlinger Gemeinderat beantragt einen Kredit über 200 000 Franken für die zweite Projektierungsphase des Hafenbaus. Darin enthalten sind auch die Verschiebung des Fussballplatzes «Ost» und der Freizeitanlagen.

Kurt Peter
Drucken
Der Münsterlinger Gemeindeammann Fritz Zweifel zeigt, wo das Hafenprojekt realisiert werden soll. (Bild: Nana do Carmo)

Der Münsterlinger Gemeindeammann Fritz Zweifel zeigt, wo das Hafenprojekt realisiert werden soll. (Bild: Nana do Carmo)

münsterlingen. Am 7. Februar 2007 hat das kantonale Departement für Bau und Umwelt die Hafen- und Freizeitzone in Münsterlingen bewilligt. Allerdings unter Auflagen. Ein Gestaltungsplanverfahren und eine Umweltverträglichkeitsprüfung müssen durchgeführt werden, um die Realisierbarkeit des Hafens und des dazugehörenden Areals aufzuzeigen.

Nun startet der Gemeinderat zur zweiten Projektierungsphase und beantragt an der Gemeindeversammlung vom 15. Juni einen Kredit über 200 000 Franken.

Der Projektumfang besteht aus dem Gestaltungsplan, der Umweltverträglichkeitsprüfung und der Abklärung betreffend Altlasten und Deponie-Standorte. Im Gestaltungsplan müssen neben den relevanten Details für den Hafen auch das Landerwerbsverfahren und ökologische Aufwertungsmassnahmen aufgezeigt werden.

15 Millionen sind aufzuteilen

Aussagen über die Flora und Fauna im See und am Ufer, den Verkehr, Lärm, und die Archäologie müssen in der Umweltverträglichkeitsprüfung gemacht werden.

Da es sich beim Areal um ein ehemaliges Auffüllgelände handelt, sind auch Untersuchungen über mögliche Altlasten und deren Entsorgung unumgänglich. Zudem müssen Deponiemöglichkeiten innerhalb der Gemeinde abgeklärt werden.

Die Vorabklärungen der Arbeitsgruppe hätten im Jahr 2008 zu geschätzten Kosten von 15 Millionen Franken für den Hafenbau ohne Landerwerb, die Verlegung des Trainingsplatzes «Ost» und für den Bau von Parkplätzen ergeben, heisst es in der Botschaft.

Je nach Aufteilung der Kosten geht der Gemeinderat von Liegeplatzgebühren zwischen 2000 und 5000 Franken aus. Gemeindeammann Fritz Zweifel hält die Sanierung des bestehenden Bojenfeldes für keine Alternative zum Bau des Hafens. Detaillierte Kosten könnten erst nach dem Vorliegen von Gestaltungsplan, Umweltverträglichkeitsprüfung und eines Vorprojekts für den Hafen, Freizeitanlagen und Fussballfeld erstellt werden, hält der Gemeinderat in der Botschaft fest.

Dabei müsse auch festgelegt werden, wie hoch der Anlagewert des Hafens sei und wie dieser zwischen Gemeinde und Bootsplatzbesitzern aufzuteilen wäre.

Nächster Kredit in zwei Jahren

Nach der Annahme des Kredits seien im Rahmen einer Projektorganisation die Arbeitsschritte durchzuführen. Das Ziel sei es, innerhalb von zwei Jahren einen vom Kanton genehmigten Gestaltungsplan und Umweltverträglichkeitsnachweis zu erhalten.

Erst wenn diese vorlägen, so Fritz Zweifel, soll die Gemeinde über einen Projektierungskredit entscheiden.

Aktuelle Nachrichten