Nachtwächter sind wieder unterwegs

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Bischofszell Am Samstag, 22. Juli, findet der nächste öffentliche Nachtwächterrundgang der Bischofszeller Nachtwächter- und Türmerzunft statt. Nachtwache kannte keine Ferien! Zu wichtig war ihre Aufgabe, ein waches Auge für Feuersbrünste zu haben, unbeliebte Gäste und Ganoven von der Stadt fern zu halten. Die Zunft hat sich das Wachtbuch von 1895–1914 zu Hilfe genommen, um Geschehnisse von den jeweiligen 22. Juli herauszusuchen, ob die Wächter doch hätten Ferien geniessen können, weil es im Städtli absolut ruhig war? Die Nachtwächter sind tatsächlich auf Einträge gestossen! Damit wurde die Diskussion um Ferien zumindest von dieser Seite her erledigt. Um ehrlich zu sein, ihnen fehlte ja auch das nötige Geld, denn sie gehörten zu den Ärmsten der Stadt. Den Rundgang vom kommenden Samstag widmen die Nachtwächter vor allem Daheimgebliebenen, Familien, Feriengästen der Region. Sollte gar ein Kind an diesem Tag seinen Geburtstag feiern, so darf es die Nachtwächter verstärken und eine kleine Laterne, vielleicht sogar eine kleine Hellebarde tragen. Also «Hört ihr Leut und lasst euch sagen, vom Turm wird die Glocke Neune schlagen». Danach öffnet sich die Bogenturmtüre, die nicht selten auch mittelalterliche Töne von sich gibt. Alle sind willkommen, um 21 Uhr beim Bogenturm. (red)