Nachgefragt

Oberaacher Geiger mit Bestnote Am Samstag zeichnete der deutsche Musikrat den neunjährigen Oberaacher Simon Bürgi für sein Geigensolo mit dem ersten Preis aus. Mit 25 Punkten erzielte Simon die absolute Bestleistung, während der Vater Christoph Bürgi im Publikum sass und mitfieberte.

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Christoph Bürgi Vater von Simon Bürgi

Christoph Bürgi Vater von Simon Bürgi

Oberaacher Geiger mit Bestnote

Am Samstag zeichnete der deutsche Musikrat den neunjährigen Oberaacher Simon Bürgi für sein Geigensolo mit dem ersten Preis aus. Mit 25 Punkten erzielte Simon die absolute Bestleistung, während der Vater Christoph Bürgi im Publikum sass und mitfieberte. Die Auszeichnung fand im Rahmen des deutschen Regionalwettbewerbs «Jugend musiziert», in der Musikschule Konstanz statt.

Herr Bürgi, war Ihr Sohn sehr nervös vor seinem Auftritt?

Ein bisschen nervös war er schon. Aber das war eine gute Nervosität. Als er dann nach dem Wettbewerb noch einmal im Bürgersaal in Konstanz auftrat, da kam er mir vor wie ein Pferdchen vor dem Rennen. Er war gut drauf, und er hatte grosse Lust zu spielen.

War das Simons erster Wettbewerb?

Nein. Simon nahm bereits an einem Wettbewerb teil. Aber damals spielte er in einer Gruppe. Am Samstag ist er das erste Mal als Solist aufgetreten.

Sie selbst sind Musiker, und nun hat Ihr Sohn am Samstag für seine Leistung den Bestpreis erhalten. Was geht in Ihnen vor?

Ich bin stolz. Besonders stolz bin ich aber, dass Simon trotz dieser Herausforderung Freude am Spielen hatte. Er konnte es geniessen. Vor allem hat der beim Konzert am Sonntag noch flüssiger und harmonischer gespielt als während des Vortragsspiels am Samstag.

Wie hoch dotiert ist die Auszeichnung von «Jugend musiziert» im Vergleich mit anderen Wettbewerben?

Ich bin mir nicht sicher, aber «Jugend musiziert» gehört vermutlich zu einem der fünf besten Wettbewerbe europaweit. Es ist also schon aussagekräftig, wenn hier ein Musikschüler eine Bestleistung erzielt.

Nach dem Vorspielen hatten Sie die Gelegenheit, mit der Jury zu sprechen. Nach welchen Kriterien beurteilte diese Simons Leistung?

Die Jurymitglieder haben uns keine Kriterien verraten, aber sie haben ihn gelobt, und sie hatten Freude an Simons Auftritt. Gleichzeitig sagten sie Simon, er solle weiterhin seine Freude am Spielen behalten und gut üben.

Könnte sich Simon auch vorstellen auf einem anderen Instrument als der Geige zu spielen?

Ja, durchaus. Er soll machen, was ihm gefällt. Sein Herz soll entscheiden. Schliesslich kam ja auch der Wunsch, Geige zu spielen, von Simon aus. Er soll also auch weiterhin frei wählen können, was er tun will.

Wie geht es nun weiter? Folgen weitere Wettbewerbe?

Wenn Simon das will, ja. Aber es soll für ihn ein Vergnügen bleiben, keine Zwängerei.

Ziehen Sie als Eltern eine spezielle Förderung in Betracht?

Nein, das ist noch zu früh. Wir wollen nicht, dass er Musiker wird, weil das Leben als Musiker sehr hart ist. (sba)

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