«Nachbarschaft ist mehr als nur der Handel mit Waren»

KREUZLINGEN. «Ich freue mich auf den Martini-Apéro», bekennt Claudius Marx. Er biete die Gelegenheit, sich über die Grenze zu treffen, ausserhalb dessen, dass die Schweizer zum Posten gingen und die Deutschen zum Tanken.

Urs Brüschweiler
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KREUZLINGEN. «Ich freue mich auf den Martini-Apéro», bekennt Claudius Marx. Er biete die Gelegenheit, sich über die Grenze zu treffen, ausserhalb dessen, dass die Schweizer zum Posten gingen und die Deutschen zum Tanken. Für den Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hochrhein-Bodensee macht gute Nachbarschaft mehr aus, als nur der Handel mit Waren. Man teile auch Sorgen und Hoffnungen, tausche sich aus über Pläne, Gedanken und Visionen. Er begrüsste rund 150 Teilnehmer des traditionellen November-Treffens der IHK mit dem Arbeitgeberverband (AGV) Kreuzlingen und Umgebung am Donnerstag im Dreispitz. Deutschland probe derzeit, wie viel Offenheit eine Gesellschaft vertrage, während die Schweiz schaue, wie viel Abschottung möglich sei. «In zehn Jahren schauen wir zurück und sehen, was besser war.» Die IHK schaue jedoch mit Sorge auf die Zukunft der bilateralen Verträge.

AGV-Präsident Jürg Kocherhans ging in seiner pointierten Rede auf die regionale Wirtschaft ein. «Der Boulevard zeigt ein Bild des Grauens, und in Konstanz herrscht das blühende Leben.» Doch der Missmut der Konstanzer nehme zu. «Der Zustand stinkt uns hüben wie drüben.» Er erwartet eine Gegenbewegung.

Die Besucher hörten im Anschluss das Referat von Andreas Wälti, CEO der Firma Evatec aus Trübbach, einem sehr innovativen Unternehmen im Bereich der Nanotechnologie. Danach erlangte beim Apéro riche das Netzwerken Priorität.

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