Nach der Turnshow der Abriss

KEMMENTAL. Im Kemmental herrscht Aufbruchstimmung, obwohl ein Abbruch bevorsteht. Bevor mit dem Bau der neuen Mehrzweckhalle in Alterswilen begonnen wird, muss die alte Turnhalle weg. Doch ehe es los geht, gibt es noch ein Fest.

Urs Brüschweiler
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So soll die neue Mehrzweckhalle in Alterswilen einst aussehen, wenn man sie von der Zuschauer-Galerie aus betrachtet. (Bild: pd)

So soll die neue Mehrzweckhalle in Alterswilen einst aussehen, wenn man sie von der Zuschauer-Galerie aus betrachtet. (Bild: pd)

KEMMENTAL. «Wir freuen uns sehr, wenn es endlich richtig los geht. Bis jetzt war alles nur auf Papier.» Josef Knill, Präsident der Baukommission für die neue Mehrzweckhalle in Alterswilen, spricht von einer grossen Euphorie im Kemmental um das gemeinsame Grossprojekt von Schule und Gemeinde. Die Baubewilligung wird noch für Ende Jahr erwartet und dann soll im März mit dem Abriss der alten Turnhalle mit dem Mehrzwecksaal darunter begonnen werden. Für Anfang Mai ist dann der Spatenstich vorgesehen, vor dem nächsten Winter soll die Gebäudehülle stehen und im Herbst 2017 wollen die Kemmentaler ihr neues, modernes Mehrzweckgebäude einweihen.

Über 80 Prozent waren dafür

Im Juni 2014 kürte eine Jury das Projekt «Equilibre» der Architekten Susann Kintat, Volker Bienert und Preza Pajkic aus Zürich und St. Gallen zum Sieger des Architekturwettbewerbs. Zwei Monate später bewilligte die gemeinsame Versammlung der Volksschule und der Politischen Gemeinde mit über 80 Prozent Zustimmung einen Kredit von acht Millionen Franken. «Seit einem Jahr ist die Baukommission nun an der Arbeit», sagt deren Präsident Josef Knill. Besonders der Anbau an die bestehende Halle habe sich als Herausforderung erwiesen. Auch die Entsorgung von belastetem Material der alten Halle und vom Sportplatzbelag hätte geklärt werden müssen. Die Bereinigung des Kostenvoranschlages habe zu einer Verzögerung im Zeitplan von rund einem Monat geführt. «Die Planungen haben uns aber auch bestätigt, dass wir das richtige Projekt ausgewählt haben. Es ist qualitativ hochstehend und passt zum Charakter der Alterswiler Schulanlage», sagt Knill. Besonderes Lob von der Baukommission erhält der Turnverein Neuwilen. «Sie haben in Hunderten Stunden Fronarbeit und in Eigenregie ein Provisorium für den Geräteraum und die Garderoben erstellt», sagt Schulpräsidentin Isabelle Wepfer. Generell sei es sehr erfreulich zu sehen, wie alle an einem Strick ziehen. Für den Schulunterricht komme man mit der anderen Halle, welche bestehen bleibt, zu Gange. Die Vereine haben sich für die Übergangsphase arrangiert und werden vermehrt auch in die Turnhalle nach Hugelshofen ausweichen. Etwas unterschätzt habe man zunächst, dass die Grossbaustelle sich mitten im Schulareal befinde. «Wir werden den Bauperimeter aus Sicherheitsgründen gut einzäunen müssen», sagt Josef Knill.

Turner feiern noch einmal

Bevor in die alte Turnhalle tatsächlich die Abrissbirne einschlagen wird, gibt es noch eine allerletzte Veranstaltung. Die turnenden Vereine veranstalten ihre Abendunterhaltung. «Wir hoffen, dass sie die Halle nicht dann schon abreissen», sagt Isabelle Wepfer und lacht.

Die Baukommissionsmitglieder Isabelle Wepfer, Walter Ludwig und Josef Knill vor dem Garderoben-Provisorium. (Bild: Urs Brüschweiler)

Die Baukommissionsmitglieder Isabelle Wepfer, Walter Ludwig und Josef Knill vor dem Garderoben-Provisorium. (Bild: Urs Brüschweiler)

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