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Nach den Aufführungen ergeben sich wichtige Gespräche

Herr Mosima, in Ihrem Bühnenprogramm «Der Bauernhof» wird die Idylle der heimischen Tiere durch die Ankunft von fremden Zirkustieren gestört. Mit Ihrer Gestik und Mimik verkörpern Sie die Tiere, Ihre Dialoge sind aber nur allzu menschlich.
Samuel Mosima Kabarettist Weinfelden

Samuel Mosima Kabarettist Weinfelden

Herr Mosima, in Ihrem Bühnenprogramm «Der Bauernhof» wird die Idylle der heimischen Tiere durch die Ankunft von fremden Zirkustieren gestört. Mit Ihrer Gestik und Mimik verkörpern Sie die Tiere, Ihre Dialoge sind aber nur allzu menschlich. Wen haben Sie bei der Vorbereitung zu diesem Stück mehr studiert, Tiere oder Menschen?

Zuerst studierte ich Meinungen und Haltungen von Menschen. Es war mir wichtig, zu begreifen, was ich dabei fühle. Nach und nach erinnerte ich mich dabei an Tiere mit ihren Gesten und Lauten. Ich versuchte beides zu vereinen und in einen komischen Kontext zu stellen. Danach drehte ich das Ganze um und versuchte, Tiere zu imitieren, und merkte, dass die mich an Meinungen und Haltungen von Menschen erinnern.

Inwieweit haben Sie sich bei «Der Bauernhof» von George Orwells Buch «Animal Farm» beeinflussen lassen? Auch da hat der Autor ein aktuelles Thema in die Tierwelt versetzt.

Als mir bewusst wurde, worum es in meinem Stück gehen wird, ist mir die Parallele zu George Orwells Buch natürlich schnell klar geworden, und darum habe ich dann auch den Titel entsprechend gewählt.

Das Thema Ihres Programms, die Angst vor Fremden, hat in der Zeit, seit Sie dieses Stück aufführen, an Brisanz gewonnen. Haben sich die Reaktionen auf «Der Bauernhof» dadurch verändert?

Ich glaube schon, dass sich das Stück durch die aktuelle Flüchtlingssituation für die Zuschauer aktueller und interessanter anfühlt. Ich glaube, die Menschen kommen zu pointierteren Meinungen, da sie sich selbst immer stärker mit diesem Thema auseinandersetzen. In der Zwischenzeit hatte der eine oder andere auch mal direkten Kontakt mit Menschen, die flüchten mussten. Es ergeben sich immer wichtige Gespräche nach der Aufführung.

Arbeiten Sie bereits wieder an einem neuen Projekt?

Mit dem «Bauernhof» bin ich weiterhin auf Tournée in der ganzen Deutschschweiz. Ich werde im April mit anderen Thurgauer Künstlern den Kanton Thurgau an der Künstlerbörse in Thun vertreten.

Ausserdem spiele ich bei der neuen Produktion «Tuggisholz», einem Musiktheater für Erwachsene vom Theater Bilitz, mit. Die Premiere findet am 8. Oktober im Theaterhaus Thurgau in Weinfelden statt. (hab)

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