Nach dem Gewinn wird ein Verlust erwartet

Aufgrund ihrer guten Liquidität war es der Evangelischen Kirchgemeinde Sulgen im vergangenen Jahr möglich, Schulden zu tilgen. Davon kann 2010 nicht mehr ausgegangen werden.

Georg Stelzner
Drucken
Teilen
Sorgenkind: Haus Kirchstrasse 21. (Bild: st)

Sorgenkind: Haus Kirchstrasse 21. (Bild: st)

SULGEN. Geringe Personalwechsel und eine noch gute Wirtschaftslage haben dazu geführt, dass die Rechnung 2009 der Evangelischen Kirchgemeinde Sulgen besser abschliesst als erwartet. Anstelle des budgetierten Defizits von 7751 Franken steht ein Ertragsüberschuss von Fr. 71 471.44 zu Buche, womit sich das Eigenkapital auf rund 521 500 Franken erhöht. Diese Eigenkapitalbasis wird von der Kirchenvorsteherschaft als «gesund» bewertet.

Die Behörde weist darauf hin, dass die Kirchgemeinde dank der guten Liquidität in der Lage gewesen sei, die Verschuldung um 250 000 Franken zu reduzieren. Nicht gelungen sei es hingegen, einen Käufer für die Liegenschaft Kirchstrasse 21 in Sulgen zu finden.

Basierend auf einem unveränderten Steuerfuss von 28 Prozent, rechnet der Voranschlag 2010 mit einem Defizit von 50 580 Franken, resultierend aus einem Aufwand von 1,305 Mio. Franken und einem Ertrag von 1,254 Mio.

Franken. In Anbetracht des budgetierten Aufwandüberschusses sei ein weiterer Schuldenabbau im laufenden Jahr «eher unwahrscheinlich», gibt die Behörde zu bedenken. Gleichzeitig versichert sie aber, die Seelsorge in gewohntem Umfang und in unverminderter Qualität erhalten zu wollen.

Gemeindeversammlung: Montag, 29. März, 20 Uhr, Kirchenzentrum Steinacker, Kradolf.

Aktuelle Nachrichten