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NACH BRAND IN ARBON: Eigentümer der ehemaligen Saurerhalle: "Ich weiss noch nicht, wie es weitergeht"

Ein Brand zerstörte in der Nacht auf den Sonntag Teile der ehemaligen Saurer-Webmaschinenhalle im WerkZwei. Es entstand ein Sachschaden von mehreren 100'000 Franken. Die Brandschäden scheinen weniger gross als befürchtet.
Max Eichenberger
Tag danach: Dank der schnellen Brandbekämpfung der Feuerwehren konnten grössere Schäden auf dem Saurer-Areal in Arbon verhindert werden. (Bild: Michel Canonica)

Tag danach: Dank der schnellen Brandbekämpfung der Feuerwehren konnten grössere Schäden auf dem Saurer-Areal in Arbon verhindert werden. (Bild: Michel Canonica)

Zum dritten Mal in den letzten zwölf Jahren wütete am späten Samstagabend im Saurer WerkZwei ein Brand. Nach der verheerenden Feuersbrunst vor gut fünf Jahren brach das Feuer diesmal in der ehemaligen Saurer-Webmaschinenmontagehalle aus. Gegen 22.45 Uhr war der Alarm eingegangen. Minuten später war die Stützpunktfeuerwehr Arbon vor Ort. Unterstützung kam bald danach von der Amriswiler Feuerwehr.

Mit vereinten Kräften gelang es, das Feuer, das vermutlich auf dem oberen Boden des langen Backsteingebäudes ausgebrochen war, einzudämmen und binnen einer guten halben Stunde unter Kontrolle zu bringen. Sechs Meter waren die Flammen auf einer Länge von rund dreissig Meter durch das Dach in den Nachthimmel hochgeschossen. Von beiden Seiten hatten die beiden Wehren über ihre Tanklöschfahrzeuge mit ausgefahrenen Drehleitern das Feuer bekämpft.

Bild: Max Eichenberger
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Bild: Christa Kamm-Sager
Bild: Facebook
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Brand im Saurerareal



Personen kamen beim Brand im ehemaligen Saurer-Areal gemäss der Kantonspolizei Thurgau keine zu Schaden. Vorsorglich war aber der Rettungsdienst und ein Funktionär des Amtes für Umwelt aufgeboten worden. Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehren konnte ein Grossfeuer, welches das ganze 190 Meter lange Gebäude erfasst hätte, verhindert werden.

«Weiss noch nicht, wie es weitergeht»

Eigentümerin des grossen Backsteingebäudes ist die HRS Investment AG. Vor dem Umzug nach Steinach war die Firma Trunz dort eingemietet gewesen. Das Gebäude wird durch verschiedene Gewerbebetriebe genutzt. Hauptbetroffen ist die TDS Textildruck Arbon GmbH, die im Siebdruckverfahren hochwertige Textilien herstellt. In jenem Bereich der Halle dürfte der Brand ausgebrochen sein. Dort kommen beim Produktionsprozess an den bis zu sechzig Meter langen Drucktischen unter anderem auch Farbstoffe und Hilfsmittel zum Einsatz.

Im Moment wisse er noch nicht, wie es weitergeht, sagt Martin Schlegel, Inhaber der hauptbetroffenen TDS Textildruckerei Arbon GmbH. Er müsse sich erst ein Bild verschaffen. Die Feuerwehr habe eine «Wahnsinnsarbeit» geleistet, zollt er ihr grosses Lob. Es hätte viel schlimmer kommen können: «Es hat viel Holz im Gebäude.» Glück im Unglück: «Die Brandschäden scheinen weniger gross als befürchtet.» Auf Spekualtionen bezüglich möglicher Brandursachen will er sich nicht einlassen. Die Arbeit überlasse er den Ermittlern, sagt Schlegel.

Rechtzeitig konnten einige in der Halle eingestellten Fahrzeuge in Sicherheit gebracht werden. «Um 22.50 Uhr erhielt ich von privater Seite einen Anruf, die Halle brenne», sagt Thomas Kugler, Inhaber der gleichnamigen Transportfirma. Fünf Fahrzeuge fuhr er daraufhin aus der Halle. Der Feuerwehrverein selber brachte zwei dort eingestellte Veteranen («Louise» und einen alten OM-Saurer-Mannschaftstransporter) in Sicherheit.

Brandursache ist noch unbekannt

Am Samstag waren nach Mitternacht immer noch Atemschutz-Kräfte im Gebäude, um die auflodernden Glutnester zu ersticken. Zuvor hatte der Arboner Feuerwehrkommandant Hans Schuhwerk angeordnet, auf einen weiteren Löschwassereinsatz zu verzichten. Zu diesem Zeitpunkt qualmte nur noch beissender Rauch durch die schwarz gesengten Holzträger aus dem Dach.

Die polizeilichen Untersuchungen wurden noch in der Nacht eingeleitet. Neben dem Brandermittlungsdienst, der vor Ort war, haben am Sonntag auch der Kriminaltechnische Dienst der Kantonspolizei Thurgau und ein Elektrosachverständiger die Arbeit aufgenommen. Nach wie vor ist die Brandursache noch unbekannt. Nach ihren ersten Erkenntnissen spricht die Kantonspolizei von einem Sachschaden von «mehreren hunderttausend Franken». Im Löscheinsatz standen laut Mario Christen vom Mediendienst der Kapo 80 Feuerwehrleute der Stützpunktfeuerwehren Arbon und Amriswil.

Feuerbrunst sprengt Ziegel weg

Am Sonntagnachmittag startete die Feuerwehr schliesslich die Errichtung eines Notdaches. Denn auf einer Länge von rund dreissig Meter hatte die Feuersbrunst die Ziegel weggesprengt. Der Löscheinsatz war daher nicht ungefährlich. Vom Dach blieben schwarze Holzträger zurück.

Der Arboner Feuerwehrkommandant Hans Schuhwerk hatte bereits einen arbeitsreichen Tag hinter sich. Am Samstag leitete er einen ostschweizerischen Kaderkurs. Dafür wurde die Rebhaldenstrasse gesperrt – gut 300 Meter von der späteren Brandstätte entfernt.

Tanklöschfahrzeug bei Brand in Egnach beschädigt

Beim Löscheinsatz kam bei den Arbonern ein Ersatzfahrzeug aus dem Kanton Aargau zum Einsatz, das erst seit Mittwoch zur Verfügung steht. Das eigene Fahrzeug war vor Wochenfrist beim Grossbrand-Einsatz bei der Tobi Seeobst AG in Egnach wegen der enormen Hitzeeinwirkung zu Schaden gekommen. Eine seitliche Partie des Tanklöschfahrzeugs war teilweise geschmolzen, bestätigte der Arboner Feuerwehrkommandant Hans Schuhwerk am Sonntag. Vorübergehnd überstellte der Lieferant ein Ersatzfahrzeug. Seit Mittwoch befindet sich das neuere Ersatzmodell im Fahrzeugpark im Depot an der Brühlstrasse - drei Tage später stand es nun bereits im Ernsteinsatz. (me)

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