Nach 25 Jahren neuer Betriebsleiter

Der Rücktritt von Peter Meuwly als Betriebsleiter sowie die Wahl des Nachfolgers Bruno Füllemann standen im Mittelpunkt der DV des Abwasserzweckverbandes Münsterlingen.

Kurt Peter
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Bruno Füllemann (l.) wird Nachfolger von Peter Meuwly. (Bild: Kurt Peter)

Bruno Füllemann (l.) wird Nachfolger von Peter Meuwly. (Bild: Kurt Peter)

Kreuzlingen. Verbandspräsident Fritz Zweifel hatte die Delegierten mit gutem Grund eine halbe Stunde früher ins Kreuzlinger Schützenhaus Fohrenhölzli geladen. Denn es galt, den zurücktretenden Betriebsleiter Peter Meuwly nach 25 Jahren im Amt zu würdigen. 1981 wurde Meuwly, damals noch Bauverwalter der Stadt Kreuzlingen, in die Betriebskommission des Abwasserzweckverbandes Münsterlingen gewählt. 1985 übernahm er die Betriebsleitung und 1995 für drei Jahre sogar interimsmässig das Präsidium. Zweifel dankte Meuwly für die geleistete Arbeit.

Meuwly gab sein Amt aus Altersgründen ab, und sein Nachfolger, Klärmeister Bruno Füllemann, wurde von den Delegierten einstimmig zum Nachfolger gewählt. Neu in der Betriebskommission ist auch Urs Schmid. Er ersetzt Peter Giezendanner als Vertreter der Spital Thurgau AG.

Höhere Betriebskosten

In seinem Jahresbericht erwähnte Zweifel die «neuen Wege der Klärschlammentsorgung». Da dieser nicht mehr in der Landwirtschaft ausgebracht werden darf, muss er entwässert werden.

Dies geschieht in der Kläranlage Münsterlingen im neuen Betriebsgebäude, das im April 2009 eingeweiht werden konnte. Die Betriebskosten lägen mit 1,487 Millionen über den budgetierten 1,326 Millionen Franken. Hingegen zeige die Baukostenabrechnung für die Erweiterung des Betriebsgebäudes ein erfreuliches Resultat und falle um 65 000 Franken geringer als budgetiert aus. Der Sachschaden durch die Verpuffung am 3. April 2009 wurde von der Versicherung gedeckt.

Rückstellungen in Höhe von 59 000 Franken wurden für den Ersatz von Aussenwerken, die Sanierung von Kanälen und Hochwasserentlastung getätigt. Die Delegierten genehmigten die Rechnung 2009 einstimmig. Irene Purtschert vom kantonalen Amt für Umwelt orientierte anschliessend über Probleme mit der Mikroverunreinigung in den Gewässern. Auch wenn sich diese im Nanobereich bewegten, machten die Auswirkungen Sorgen.

Kantone nicht einverstanden

Ein Vorsorgekonzept solle Langzeitschäden bekämpfen, und zu diesem Zweck werde die Gewässerschutzverordnung revidiert. Das habe natürlich auch Auswirkungen auf die Münsterlinger Kläranlage, so Purtschert. Der Bund plane, der Kläranlage die notwendige Ausrüstung ab 2018 bis 2022 zu verordnen, allerdings ohne eigene finanzielle Beteiligung. Die Kosten für die Massnahmen im Thurgau würden vorsichtig auf 70 Millionen Franken geschätzt.

In der Vernehmlassung habe es sich allerdings gezeigt, dass die Verbände und Kantone mit dem Terminplan des Bundes nicht einverstanden seien.