Muttertag – der Vers danach

Der Muttertag ist kalendarisch bereits vorbei und exemplarisch wurd' mancher Dank im Trott geleiert und manche Mutter flott gefeiert. Der obligate Blumenstrauss liegt kompostiert schon vor dem Haus. Der Alltag glättete die Wogen und ist erneut ins Heim gezogen.

Christoph Sutter
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Der Muttertag ist kalendarisch

bereits vorbei und exemplarisch

wurd' mancher Dank im Trott geleiert

und manche Mutter flott gefeiert.

Der obligate Blumenstrauss

liegt kompostiert schon vor dem Haus.

Der Alltag glättete die Wogen

und ist erneut ins Heim gezogen.

War er nur Schall, vielleicht auch Rauch?

Ist überflüssig dieser Brauch?

Man weiss, will man sich nicht belügen,

der eine Tag kann nicht genügen!

Es sei denn, er würd' Anstoss sein,

dass hier und dort im nachhinein –

vielleicht als Ideal sogar

gerecht verteilt aufs ganze Jahr –

wir all der Mütter Dasein schätzen

und immer wieder Zeichen setzen.

Und nebst den Müttern schätzen später

wir eventuell auch Kinder, Väter,

vielleicht auch Omas, Männer, Frauen

und wenn wir uns dann noch getrauen,

all diesen Menschen Dank zu sagen,

wird Muttertag zu Menschentagen!