Musikverein Kradolf-Schönenberg nimmt Oscar-Verleihung aufs Korn

Musikantinnen und Musikanten brachten Glanz und Glimmer in die Kradolfer Mehrzweckhalle. Für die Besucher gab's zur Begrüssung den roten Teppich und ein Blitzlichtgewitter.

Heinrich Schlegel
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Zur Oscar-Verleihung erschienen die Musikantinnen in Gala. (Bild: Heinrich Schlegel)

Zur Oscar-Verleihung erschienen die Musikantinnen in Gala. (Bild: Heinrich Schlegel)

Kradolf. Unter der Leitung von Stefan Roth begeisterten die Jugendmusik AchThurLand und der Musikverein Kradolf-Schönenberg mit effektvollen Darbietungen. Passend zur fasnächtlichen Zeit verquickten sie den dritten Teil des Programms mit der Oscar-Verleihung, die sie witzig persiflierten.

So wurden die gegen 200 Besucher am Eingang der Mehrzweckhalle in Kradolf mit rotem Teppich und Blitzlichtgewitter empfangen. Die Halle war dekoriert mit Plakaten von Szenen in berühmten Filmen.

Jugendmusik spielte auf

Nach der Begrüssung durch Präsidentin Sybille Roth spielte die Jugendmusik das abwechslungsreiche, teils pathetisch volltönende, teils fein melodiöse Stück «Festival Florish», danach das rassige, rhythmusbetonte «Storm Clouds» und das spannungsgeladene, effektvolle «Highlights of the Caribbean». Dieses Stück gefiel dem Publikum so gut, dass es eine Zugabe verlangte. Linda Hutter und Dario Schweizer führten als Moderatoren-Duo charmant durch das Programm.

Aufrüttelnd und martialisch wirkte die erste Darbietung des Musikvereins, die «Unity Fanfare». Danach präsentierte der Verein sein Freiwahlstück für das Eidgenössische Musikfest in St. Gallen, «Dragon Fight». Äusserst dramatisch und effektvoll ist dieses Stück und erfordert höchste Konzentration. Mit viel Gefühl interpretierte Fabio Signer als Solist auf dem Sopransaxophon die Ballade «Send in the Clowns», subtil begleitet vom Orchester.

Zusammen mit Tobias Tschopp, Klarinette, und dem leicht und lüpfig aufspielenden Korps bot er danach den Schottisch «Urnerbodä-Kafi» dar. In den «Bandology», einen klassischen Marsch von 1950, hatte der Komponist Eric Osterling Anklänge von Big-Band-Sound eingefügt.

Witzige Oscar-Verleihung

Die Filmmelodien des letzten Teils wurden eingebettet in die Szenerie einer Oscar-Verleihung, die ganz und gar nicht ernst gemeint war. Vielmehr nahmen die Musikanten damit den Starkult der Amerikaner aufs Korn.

Da das Programm am kommenden Samstag wiederholt wird, seien keine Details verraten.

Packend gaben die Musikantinnen und Musikanten Hits aus bekannten Filmen wieder. Nach einer weiteren Zugabe erklang ganz zum Schluss der Marsch des Infanterie Regimentes 31, das Thurgauerlied.