Musikgesellschaft Sulgen spielt sich rund um den Globus

Immer wieder Neues lässt sich die Musikgesellschaft Sulgen einfallen, um an ihrer Abendunterhaltung mehr als «nur» Musik zu bieten. So begleitete diesmal Stöff Sutter als Reiseleiter das Publikum auf einer rasanten Tour rund um den Erdball.

Alois Degenhardt
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Zu jedem Land hatte die MGS eine typische Melodie im Programm. (Bild: Alois Degenhardt)

Zu jedem Land hatte die MGS eine typische Melodie im Programm. (Bild: Alois Degenhardt)

SULGEN. Drei Tamboure trommelten zur Eröffnung. Und dann durfte der Nachwuchs, die Jugendmusik AachThurLand, erstmals Bühnenluft schnuppern. Die Arbeit mit Daniela Schümperlin, die nach dem Abgang des Dirigenten kurz entschlossen die Leitung übernahm, hatte den Anfängern hörbar gut getan, denn sie meisterten ihr harmonisch und rhythmisch nicht einfaches Programm mit Bravour.

Selbstwahlstück beeindruckt

Spannend machten es die Programmgestalter mit dem eigentlichen Konzertbeginn: Nur zögernd liess sich das Publikum auf den verordneten Willkommensapplaus ein, bis dann Stöff Sutter mit seinen träfen Sprüchen in jeder Lebenslage zum ersten Höhepunkt überleiten durfte. Nach der feierlichen Generationsfanfare trug das Korps, wohl erstmals in der Öffentlichkeit, sein Selbstwahlstück für das Kantonale Musikfest in Weinfelden, «Emotionen» von Kurt Gäble, vor. Noch stehen einige Wochen für den Feinschliff zur Verfügung, doch das Publikum zeigte sich hochzufrieden mit einem Vortrag, der auf eine Spitzenwertung in der 3. Stärkeklasse hoffen lässt.

Beliebte Polka-Klänge

Nach einem «Wicki»-Medley – die Weltreise führte zunächst nach Skandinavien – landete die Reisegesellschaft in Tschechien, wo die berühmte böhmische Blasmusik zu Hause ist. Als «Zwei lustige Burschen» brachten Martin Edelmann und Philipp Schenk mit dem Euphonium den Auholzsaal zum Kochen. Sie wurden durch den frenetischen Applaus gar zu einer Wiederholung dieses bekannten Polka-Hits überredet.

Über Japan, Australien, Afrika und Brasilien mit den typischen Klangbildern dieser Länder – Samba und andere heisse Rhythmen lassen grüssen – führte die musikalische Weltreise schliesslich in die Vereinigten Staaten. Und was wäre passender für einen Schlusspunkt als die «Washington Post» von John Philipp Sousa, einer der weltweit beliebtesten Titel für Blasmusik überhaupt!

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