Musikalische Reise durch Europa

HOHENTANNEN. Die Theatergruppe und der Singkreis Hohentannen-Bischofszell unterhielten in der Hirscheschür das Publikum mit einer musikalischen Reise und einem Schwank über die Nöte von Junggesellen.

Heinrich Schlegel
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Buntes Liederprogramm mit dem Singkreis auf der Bühne der Hirscheschür. (Bild: Heinrich Schlegel)

Buntes Liederprogramm mit dem Singkreis auf der Bühne der Hirscheschür. (Bild: Heinrich Schlegel)

Der Chor mit 33 Sängerinnen und Sängern bot unter der Leitung von Beatrix Opprecht ein buntes Programm mit Liedern bekannter Unterhaltungskünstler, Schlagern, Operettenmelodien, Volksliedern, Gospels und klassischen Chorwerken. Den roten Faden durch das Programm bildete das Grosi, dem der Briefträger laufend neue Ansichtskarten von einem reisefreudigen Enkel brachte. Diese wiesen jeweils auf die Weltgegend hin, aus der die Lieder stammten.

Wolken, Meer und Wein

Nach der Begrüssung durch Präsidentin Bea Rösch hob der Chor mit Reinhard Meys «Über den Wolken» ab, besang nach Udo Jürgens den «Griechischen Wein» und dann «Das Meer» nach Charles Trenet. Ruth Falk (Klavier) und Dominik Lutz (Schlagzeug) begleiteten gekonnt. Pius Fleischer hat das Volkslied «Sur le pont d' Avignon» als lebhaft bewegten Chorsatz gefällig gestaltet. Der Chor trug das Werk a cappella vor. Beim Gospel «Du bist heilig» erfreute die swingende Begleitung mehr als der etwas kitschige Text.

Otto Groll hat aus dem Song «Ain't She Sweet» ein effektvolles Chorstück gestaltet und als «Sing mit mir» deutsch getextet. Es bildete den Schluss- und Höhepunkt des Konzertes. Das Publikum verlangte nach einer Zugabe und erhielt den Gospel «Heaven is a wonderful place».

Briefträger als Intrigant

Der Briefträger, der im Konzert schon eine wichtige Rolle spielte, hat im lustigen Schwank als Intrigant mit der von ihm erfundenen «Junggesellen-Steuer» drei Junggesellen in Not gebracht.

Um der neuen Steuer zu entgehen, sollten sie nämlich gemäss Pöstler entweder als verrückt erklärt werden oder drei Absagen von heiratsfähigen Frauen beibringen. Sie machten sich unverzüglich daran, diese Bedingungen zu erfüllen. Das führte zu komischen Szenen und Lachern im Publikum. Zudem bewirkten ihre Bemühungen genau das Gegenteil: Die Frauen sagten zu statt ab. Derjenige, welcher mit Witz und Phantasie den Verrückten spielte, verlor beinahe sein Lebensglück.

Doch zum guten Ende gab es drei glückliche Paare und viel Applaus für die Darsteller, die sich unter der Anleitung von Felicitas Bötschi gut in ihre Rollen eingelebt hatten.

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