Musik und Tanz aus dem Osten

Mit rassigen Klängen und schwungvollen Tänzen begeisterten die Mitglieder der «Puszta Company» am Dienstag die Besucher im Bürgersaal des Rathauses.

Erwin Schönenberger
Drucken
Teilen
Vier Tänzerinnen der «Puszta Company» beim Auftritt im Rathaus. (Bild: Erwin Schönenberger)

Vier Tänzerinnen der «Puszta Company» beim Auftritt im Rathaus. (Bild: Erwin Schönenberger)

BISCHOFSZELL. Dass der Auftritt der «Puszta Company» nicht im Freien stattfinden würde, war angesichts des trüben Abends klar. Dass der Bürgersaal für diesen Anlass eher zu klein sein würde, auch. Viele Besucher mussten den Auftritt dann stehend oder auf dem Boden sitzend geniessen.

Traditionelles aus dem Osten

Schon beim Anblick der Musikerinnen und Tänzerinnen wähnte man sich mitten in Ungarn. Mutter und Tochter Madeleine und Mirjam Niggli steigerten dieses Gefühl noch mit ihrem begeisternden Spiel auf den Violinen, begleitet von Bass und Klavier.

Da führte die musikalische Reise von Wien aus in den Osten Europas bis zum Balkan. All dies mit Begeisterung und perfektem Spiel. Da war nicht nur das Zuhören, sondern auch das Zusehen ein Genuss. Dass Madeleine Niggli einen gehörigen Schuss ungarisches Blut in ihren Adern hat, wurde hör- und sichtbar. Und die Begeisterung für die östliche Volksmusik hat sie ihren Töchtern vererbt. Mirjam Niggli ist mit der Violine in die Fussstapfen ihrer Mutter getreten, während Julia Medugno mit ebensolchem Feuer dem Tanz und Gesang frönt.

Tänzerinnen der Extraklasse

Nicht nur farbig und schwungvoll bewegten sich die vier Tänzerinnen über das Parkett. Neben den laufend wechselnden Trachten war es die ausgeklügelte Choreographie, die das Publikum beeindruckte. Und dass man gar mit einer Wasserflasche (oder war es Wodka?) noch elegant tanzen kann, überraschte noch mehr.

Um die ganze Bandbreite der östlichen Folklore zu vervollständigen, sang Julia einige bekannte Lieder. Und was wäre ein solches Konzert ohne den wohl bekanntesten Csárdás von Vittorio Monti, so ansteckend interpretiert, dass sogar der Kontrabassist die schnellen Passagen auf seinem Instrument fiedelte. So konnte das Konzert nicht enden, fand das faszinierte Publikum und erklatschte sich mit Standing Ovations noch zwei Zugaben.