Musik gepaart mit Akrobatik

Mit dem Duo Moving Art hat die Brass Band Erlen/Märwil ihre Auftrittsorte in ein klingendes, schillerndes Variété verwandelt. Die beiden Artisten brachten das Publikum mit ihrer Show zum Staunen.

Hannelore Bruderer
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Diana Schönholzer schwebt über die Köpfe der Musikanten. (Bild: Hannelore Bruderer)

Diana Schönholzer schwebt über die Köpfe der Musikanten. (Bild: Hannelore Bruderer)

ERLEN. Zwar ohne Orchestergraben, aber ähnlich wie auf den grossen Opernbühnen der Welt, stellten sich Dirigent Christoph Luchsinger und die Musikanten der Brass Band Erlen/Märwil an ihren Konzerten nicht in den Mittelpunkt, sondern überliessen das Scheinwerferlicht anderen. Denn nebst Hörgenuss boten sie ihrem Publikum am Samstag in der Turnhalle Märwil und am Sonntag in der Mehrzweckhalle Erlen auch Schmackhaftes fürs Auge. Die visuellen Akzente setzten Diana Schönholzer und Heiko Lingemann, das Duo Moving Art.

Komik und Luftakrobatik

Diana Schönholzer wirbelte tanzend als Bond-Girl über die Bühne, zeigte atemberaubende Akrobatik auf dem Trapez und bot dem Publikum poetisch schöne Momente am Vertikaltuch. Geschickt, wie es nur ein Strassenkünstler kann, wählte Heiko Lingemann für seinen Auftritt als Entfesselungskünstler seine Assistenten aus dem Publikum aus, was der komischen Nummer noch einen besonderen Schuss Würze verlieh. Zwischen Staunen und Lachen schwankte das Publikum, als Heiko Lingemann etwas später vollends in einem riesigen roten Ballon verschwand und sich Stück für Stück als aufreizend gekleidetes Bunny-Häschen wieder aus dem Ballon herausschälte.

Das Duo überzeugte ebenfalls mit seinen Zauber- und Hula- Hoop-Auftritten. Mal dramatisch melancholisch, mal locker beschwingt, lieferte die Brass Band Erlen/Märwil die passende Musik zum Geschehen auf der Bühne und in luftiger Höhe.

Abwechslungsreicher Abend

Bevor sie eine Woche vor den Konzerten gemeinsam probten, hatten das Artistenduo und die Brass Band Erlen/Märwil ihre Parts separat einstudiert. «Wir haben die Stücke ausgesucht, die wir am Konzert gerne spielen möchten und den Artisten auf einem Tonträger übergeben. Sie haben sich dann überlegt, welche Nummer sie dazu aufführen könnten», erklärt Christoph Luchsinger. «Wichtig war uns einfach, dem Publikum einen schönen, abwechslungsreichen Abend zu bieten.»

Die diesjährigen Konzerte der Brass Band Erlen/Märwil zusammen mit dem Duo Moving Art haben in Märwil rund 150 und in Erlen rund 200 Zuhörerinnen und Zuhörer verfolgt.