MUOLEN: Der kleine Knotenpunkt wird aufgewertet

Die SOB erneuert über den Sommer die Einrichtungen am Bahnhof. Anwohner und Fahrgäste werden nicht stark eingeschränkt – höchstens in ein paar Nächten.

Sebastian Schneider
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Einige Muoler werden es schon länger bemerkt haben: An ihrem Bahnhof wird bald gebaut. Seit Ende Mai sind nämlich Vorarbeiten in Gang; das Bahnhofsgebäude ist bereits eingerüstet. Ab Montag geht es für die Bauarbeiter dann richtig ans Werk, dann starten die Sanierungsarbeiten des Bahnhofs Muolen, die bis in den Herbst dauern werden. Dies teilt die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) in einem Communiqué mit.

Die Infrastruktur des Bahnhofs sei veraltet und entspreche nicht mehr den Vorschriften des Bundesamtes für Verkehr. Darum werden die Gleise, Fahrleitungen, Stellwerkeinrichtungen und weitere technische Anlagen erneuert. «Diese Modernisierungen werden für die Fahrgäste kaum sichtbar sein», sagt Tim Büchele, Pressesprecher der SOB. Besser erkennbar würden die Reduktion von drei auf zwei Gleise und die Erhöhung des Perrons sein. Dank der Anpassung werde das Einsteigen in den Zug besonders für Reisegäste mit Gehbehinderung oder Eltern mit Kinderwagen erleichtert.

Baustelle dürfte nicht gross stören

Die Sanierungsarbeiten kosten rund acht Millionen Franken. Die Summe bezahle vollumfänglich der Bund. «Das ist so in der Leistungsvereinbarung zwischen der SOB und dem Bund geregelt», ergänzt Tim Büchele. Die Bauarbeiten – gleichzeitig wird auch das Bahnhofsgebäude neu isoliert –dürften die Muoler Einwohnerinnen und Einwohner nicht allzu sehr beeinträchtigen. Nicht zuletzt, da der Bahnhof nicht im Dorfzentrum liegt.

Für die relativ wenigen Anwohner könnte die Baustelle am ehesten an den ersten drei Wochenenden im September lästig werden. Über Samstag- und Sonntagnacht sind nämlich Nachtschichten geplant. «Das lässt sich für die Arbeiten unterhalb der Fahrbahnen halt nicht verhindern», sagt Tim Büchele. Während dieser Zeit müssten zwischen Häggenschwil-Winden und Romanshorn Ersatzbusse eingesetzt werden. Die Anwohnerinnen und Anwohner seien dieser Tage an einer Veranstaltung im Kafi Marktstübli genauer informiert worden.

Der Bahnhof ist als Umsteigepunkt wichtig

Bernhard Keller, Muoler Gemeindepräsident, hat aus terminlichen Gründen nicht dabei sein können, wie er sagt. Doch er habe vernommen, dass für die Einschränkungen Verständnis gezeigt werde.

Er selber war über die Mitteilung der SOB höchst erfreut. «Dass jetzt in unseren Bahnhof investiert wird, unterstreicht die Wichtigkeit unseres kleinen Knotenpunkts», sagt Bernhard Keller.

Auch die SOB schreibt, dass dem Bahnhof in Muolen als Umsteigepunkt eine gewisse Bedeutung zukommt. Gemeint ist damit in erster Linie die günstige Lage zwischen den Städten St. Gallen und Amriswil. Die Verbindung über Muolen ist nämlich deutlich die schnellste und wird von zahlreichen Amriswilerinnen und Amriswilern auch regelmässig genutzt.

Sebastian Schneider

amriswil@thurgauerzeitung.ch

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