Muolen: Architekten am Zug

Den 1. August 2013 feiern die Muoler vielleicht schon im neuen Gemeindesaal. Am Freitag wurde der Architekturwettbewerb für das Millionenprojekt lanciert.

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Muolen. Der «Adler»-Saal ist sanierungsbedürftig, eine Sanierung aber nicht befriedigend. In einem weitaus grösseren Neubau könnten nebst gesellschaftlichen auch sportliche Anlässe stattfinden. Seit Freitag läuft die Präqualifikation des Architekturwettbewerbs, für den die Bevölkerung einen Kredit von 130 000 Franken gesprochen hat. Diese erste Stufe des Wettbewerbs soll Ideen für ein neues Gemeindezentrum liefern.

Gemäss Gemeindepräsident Bernhard Keller wird ein Preisgericht in der Folge sechs bis acht Architekturbüros auswählen und einladen, ein detailliertes Projekt zu erarbeiten. Die Arbeiten werden der Bevölkerung zusammen mit dem Siegerprojekt im November vorgestellt.

Saal im Westen, Platz im Osten

Entstehen soll das Gemeindezentrum westlich vom Restaurant Adler. Dort, wo heute Scheunen stehen.

Das Restaurant und der «Adler»-Saal selbst sollen nach der Fertigstellung des Gebäudes abgerissen werden. So entstünde Raum für einen Dorfplatz, der auch als Parkplatz dienen könnte. Im Gebäude untergebracht werden sollen unter anderem ein Saal mit Bühne, Lagerräume und ein Office. Daneben sind ein Geräteraum sowie Garderoben und Duschen vorgesehen.

Beim Gemeindesaal soll eine Entsorgungsstelle gebaut, die bestehende beim Bauamt abgerissen werden. Einplanen werden die Architekten auch einen Laden, der nördlich zur Dorfstrasse an den neuen Saal angegliedert wird. Ob dieser gebaut wird, ist noch unklar. «Erst müssen wir einen Betreiber finden», sagt Bernhard Keller.

Nächste Abstimmung im März

Das Projekt Gemeindezentrum beschäftigt den Gemeinderat seit mehr als zwei Jahren.

Verfolgt wird nun eine abgespeckte, zweckmässige Variante (ohne Einbezug von Bauamt, Feuerwehr und Schulräumen), welche rund 3,8 Millionen Franken kosten dürfte.

Der Projektierungskredit wird der Bürgerversammlung voraussichtlich im März 2011 zur Abstimmung vorgelegt. Die Zustimmung der Bevölkerung vorausgesetzt, könnte es dann Schlag auf Schlag gehen: Im Dezember 2011 die Abstimmung über den Baukredit, der Spatenstich im April 2012. Und der 1. August 2013 könnte je nach Wetter im neuen Saal oder auf dem Dorfplatz gefeiert werden. (kam/rh)

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