Muolen als Sonderfall

Seit Anfang 2014 organisiert die Rettung St. Gallen das Vorgehen bei Notfällen neu. Die neue Regelung verlangt, dass fortan 90 Prozent – statt wie bisher 80 Prozent – aller lebensgefährlich Verletzten und Erkrankten innert 15 Minuten behandelt werden.

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Seit Anfang 2014 organisiert die Rettung St. Gallen das Vorgehen bei Notfällen neu. Die neue Regelung verlangt, dass fortan 90 Prozent – statt wie bisher 80 Prozent – aller lebensgefährlich Verletzten und Erkrankten innert 15 Minuten behandelt werden. So wird für die Gemeinde Muolen künftig der am schnellsten verfügbare Rettungswagen aufgeboten. Statt wie bisher aus St. Gallen, startet dieser künftig in Amriswil. Dadurch verkürzt sich die Reaktionszeit der Sanitäter. «Gerade für Reanimation ist eine Viertelstunde jedoch immer noch zu lange», sagt Günter Bildstein, Leiter der Rettung St. Gallen. Dann sei jede Minute entscheidend. Die Ambulanz ist deshalb vor Ort auf First-Responder-Systeme angewiesen, wie sie der Samariterverein in Muolen betrieb. Diese werden von der Gemeinde organisiert und meist von der Feuerwehr übernommen.

Aus historischen Gründen hatte Muolen eine Sonderstellung inne: Die Unfallsamaritergruppe wurde bei jedem Unfall zugeschaltet, statt wie üblich in lebensbedrohlichen Situationen. «Dies wurde nun vereinheitlicht», sagt Bildstein. (nh)