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MÜNSTERLINGEN: Kundenfrequenz eingebrochen

Die Poststelle in Scherzingen steht auf der Kippe. 2014 wurde sie noch umfassend saniert, heute wird sie aber zu wenig genutzt. Die Post prüft deswegen alternative Möglichkeiten.
Nicole D’orazio
Die Post in Scherzingen läuft nicht mehr gut. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Die Post in Scherzingen läuft nicht mehr gut. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Nicole D’Orazio

nicole.dorazio

@thurgauerzeitung.ch

Vor drei Jahren wurde die Post­filiale in Scherzingen völlig erneuert. Die gute Lage an der Durchgangsstrasse und in der Nähe des Bahnhofs wurde gelobt. Die Kundenfrequenz steigt, hiess es damals. «Heute würde man die Filiale in Scherzingen nicht mehr sanieren», sagt Markus Werner, der bei der Post Schweiz AG für die Kommunikation des Postnetzes Ost verantwortlich ist. Die Kundenfrequenzen der Filiale lägen mittlerweile auf einem tiefen Niveau, sie könne nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden. «Die Geschäfte am Schalter nehmen ab. Grund dafür ist die digitale Kommunikation.»

Die Post sei deshalb im Dialog mit den Gemeindebehörden, heisst es in einer Mitteilung. Ziel der Gespräche sei es, gemein­sam alternative Lösungen für die Postversorgung zu evaluieren. Im Vordergrund steht dabei, dass auch künftig ein attraktives Angebot an Postdienstleistungen in Münsterlingen zur Verfügung steht. Eine ersatzlose Aufhebung der Postfiliale steht nicht zur Diskussion. «Eine sogenannte Postagentur wäre zum Beispiel eine Möglichkeit», sagt Werner. Mit Volg arbeite man in der Ostschweiz an vielen Standorten gut zusammen. «Eine neue Lösung ist aber noch nicht definitiv.» Zum jetzigen Zeitpunkt seien noch keine Entscheide gefallen.

Die Bevölkerung wird im neuen Jahr mehr erfahren

Aufgrund der Erkenntnisse aus den ersten Gesprächen mit den Behörden wird die Post die Bevölkerung an einer Informationsveranstaltung über mögliche neue Angebote informieren, heisst es weiter. Der Anlass ist im Frühjahr 2018 geplant. Die Post wird rechtzeitig dazu einladen.

«Der Postbetrieb ist eine Bundesaufgabe, und keine der Gemeinden», sagt der Münsterlinger Gemeindepräsident René Walther. «Wir haben der Post daher klar mitgeteilt, dass sie die Bevölkerung darüber informieren muss, wo man künftig welche Angebote erhält.» Er kann die Haltung des Unternehmens, kein Defizit einfahren zu wollen, nachvollziehen. Walther kritisiert jedoch die schlechte Kommunikation des Gelben Riesen in den letzten Jahren sowie das mangelhafte strategische Vorgehen. Er bemängelt auch die Probleme bei den Geschäftssendungen. «Für Massensendungen müssen wir nach Kreuzlingen fahren.» Ne­gative Reaktionen aus der Be­völkerung – zum Beispiel über den Hauslieferdienst in Landschlacht, der seit der Schliessung des Maxi-Dorfmarktes 2016 besteht – habe er jedoch keine gehört, sagt Walther. Er unterstützt aber die Bemühungen seitens des Kantons und der Gemeinden, die Grenzen der Poststellenreduktion auf das politische Parkett zu bringen.

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