MÜNSTERLINGEN: Höherer Komfort für die Patienten

Auf dem Areal der Psychiatrischen Klinik werden zwei Gebäude für mehrere Millionen Franken totalsaniert. Die Ausstattung ist nicht mehr zeitgemäss.

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Blick auf das Häuserensemble: Links das Haus U, das derzeit saniert wird, rechts das Haus K. (Bild: Nicole D’Orazio)

Blick auf das Häuserensemble: Links das Haus U, das derzeit saniert wird, rechts das Haus K. (Bild: Nicole D’Orazio)

Das Haus U ist teilweise unbewohnt. Das alte, von der Denkmalpflege als wertvoll eingestufte Gebäude auf dem Areal der Psychiatrischen Klinik Münsterlingen wird seit letztem Jahr ­saniert. Von aussen ist bereits der neue, mintfarbige Anstrich zu ­sehen. «Die Einrichtung und ­Installationen entsprechen nicht mehr den heutigen Standards, vor allem was die Nasszellen ­betrifft», sagt Stephan Kunz, Direktor des Kantonsspitals Münsterlingen sowie Verwaltungs­direktor der Psychiatrischen Dienste. Ende Jahr soll das Patientenhaus U fertig sein. Die ­frühere Tagesklinik, die sich nun in der Brauerei Weinfelden be­findet, wird zu einer modernen Pflegestation umgebaut. Gleichzeitig wird das Gebäude statisch ertüchtigt und energetisch saniert.

Das Haus K wird völlig ausgehöhlt

Im kommenden Frühling ist das benachbarte Haus K an der Reihe. Dieses wird geleert und umfassend erneuert. «Eigentlich bleibt nur die Fassade. Innen höhlen wir das Haus sozusagen aus», sagt Kunz. Das sei natürlich alles mit der Denkmalpflege abgesprochen. Denn auch dieses Gebäude ist geschützt. Noch bis am 3. August liegt das Baugesuch für das Haus K bei der Gemeinde Münsterlingen auf. Die totale Sanierung sei nötig, da die Substanz mittlerweile sehr schlecht und der Renovationsbedarf gross ist, erklärt er. «In den 1980er-Jahren wurde das Haus K während der grossen Renovation der Psychiatrischen Klinik nur sanft renoviert. Deshalb müssen wir nun intensiv dahinter.» Um für die Patienten und die Stationen mehr Platz zu schaffen, ist in Richtung See ein Anbau geplant. «Dieser wird den alten, nicht sehr schönen Anbau ersetzen.» Im Erdgeschoss ist eine moderne psychiatrische Demenzstation geplant. In den oberen Stationen sind Psychotherapiestationen angedacht. Während der Bauzeit werden die Patienten in einem Modulbau sowie im Haus U untergebracht. Die Bettenkapazität ist während der einjährigen Bauzeit leicht eingeschränkt. Bauherrin ist die Thurmed Immobilien AG, eine Schwestergesellschaft der Spital Thurgau AG. Der Investitionsbedarf beträgt mehrere Millionen Franken. «Dieser wird von der Thurmed finanziert.»

 

Nicole D’Orazio

nicole.dorazio@thurgauerzeitung.ch