Münsterlingen hat die Qual der Wahl

«Mit Engagement der Gemeinde dienen.» Dieses Motto lief wie ein roter Faden durch alle Voten anlässlich der Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten für den Münsterlinger Gemeinderat.

Kurt Peter
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Zehn Kandidaten für sechs Sitze im Gemeinderat: Heinz Debrunner (bisher), Stefan Egger (neu), Jürgen Häberli (bisher), Hans Peter Horn (bisher), Michael Urech (neu), Anita Müller (neu), Yvonne de Montmollin (neu), Jakob Kuster (neu), Cornelia Sanfilippo (neu) und Daniel Bruun (neu) (v. l.). (Bild: Kurt Peter)

Zehn Kandidaten für sechs Sitze im Gemeinderat: Heinz Debrunner (bisher), Stefan Egger (neu), Jürgen Häberli (bisher), Hans Peter Horn (bisher), Michael Urech (neu), Anita Müller (neu), Yvonne de Montmollin (neu), Jakob Kuster (neu), Cornelia Sanfilippo (neu) und Daniel Bruun (neu) (v. l.). (Bild: Kurt Peter)

münsterlingen. Im Feuerwehrdepot begrüsste Edgar Sidamgrotzki, Vorsitzender der Findungskommission, die zahlreichen Interessierten zum Wahlapéro der Gemeinde. Mit diesem Informationsabend ende auch die Arbeit der Kommission, so Sidamgrotzki. René Walther, amtierender Gemeindeammann und einziger Kandidat für das Amt, machte den Beginn des Reigens an Vorstellungen. Er sprach von einer spannenden und vielfältigen Bevölkerung und einer Aufgabe, die seinen Neigungen entspreche. Den eingeschlagenen politischen Weg wolle er auch mit dem neuen Gemeinderat fortführen.

«Das Feuer brennt noch»

Neben dem Gemeindeammann wählen die Münsterlinger Stimmberechtigten am 13. Februar auch sechs Gemeinderäte. Dafür stellen sich neben drei Bisherigen auch sieben neue Kandidatinnen und Kandidaten zur Verfügung. Die Vorstellungsreihe begann mit den drei Bisherigen, den Beginn machte Heinz Debrunner. Er erwähnte die Faszination, in einem Team etwas für die Gemeinde machen zu können. Das Feuer dafür brenne in ihm noch und die Neuorganisationen in seinem Baubereich trügen Früchte.

Der seit 1. November 2009 im Amt tätige Jürgen Häberli sprach von einer spannenden Aufgabe, die nur in Teamarbeit zu lösen sei. Die Anliegen der Bevölkerung müssten ernst genommen werden, und er stelle seine Erfahrungen im Gemeinderat gerne weiter zur Verfügung. Dies will auch Hans Peter Horn. Eines seiner Hauptanliegen sei eine Finanzplanung, die diesem Namen auch Ehre mache.

Misstrauen überwinden

Daniel Bruun hat bereits Erfahrungen im Gemeinderat. Seine Bemühungen um die Umsetzungen des Ressortsystems seien allerdings erfolglos gewesen, so dass sein Rücktritt konsequent gewesen sei. Er kandidiere nun wieder als «Angebot an die Stimmberechtigten und die Gemeinde». Raumplanung und Umwelt lägen ihm besonders am Herzen, so Bruun.

Etwas bewegen in der Gemeinde will auch Jakob Kuster. Er stellte ein tiefes Misstrauen der Bevölkerung gegenüber den Behörden fest: «Das muss überwunden werden, dafür setze ich mich ein.»

Yvonne de Montmollin bezeichnete sich als naturverbunden, lösungsorientiert und teamfähig. Sie stehe für eine ehrliche und gradlinige Politik, welche sie bei der Wahl in den Gemeinderat auch umsetzen werde.

Um die Herausforderungen der Kommunalpolitik zu meistern, sei es wichtig zu wissen, wo der Schuh drücke, erklärte Stefan Egger. Dazu gehörten offene und ehrliche Diskussionen, aber auch Geduld und Zuversicht.

Sachlichkeit und Respekt

Da ihre Perspektiven langfristig in Münsterlingen seien, wolle sie ihre Erfahrungen im Gemeinderat einbringen, so Anita Müller.

Als Kinderärztin am Kantonsspital bringe sie Vernetzungen mit, habe Erfahrungen mit Schule und Vormundschaftsbehörden. Sie verspricht kreative Ideen.

Gleichgewicht brauche sie für ihr Hobby, die lateinamerikanischen Tänze, Gleichgewicht brauche es auch im Leben, so Cornelia Sanfilippo. Sie plädierte für Sachlichkeit und für Respekt beim Umgang mit der Natur. Sie werde sich bei einer Wahl für Vorhaben zum Wohl der Gemeinde einsetzen.

Da auf Gemeindeebene der direkteste politische Einfluss möglich sei, so Michael Urech als letzter des Vorstellungsreigens, sei die Arbeit im Gemeinderat spannend. Er sprach sich für eine transparente Verwaltung und eine solide Finanzpolitik aus.

Daniel Flum

Daniel Flum