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MÜNSTERLINGEN: Es geht auch ohne Label

Ein neuer Energierichtplan liegt öffentlich auf. Gemeindepräsident René Walther erklärt, wozu dieser gut ist und wieso die Gemeinde keine Auszeichnung will.

Gemeinden mit über 3000 Einwohnern müssen gemäss Planungs- und Baugesetz im Zuge der Ortsplanung auch einen Energierichtplan vorlegen. In Münsterlingen liegt dieser zur Zeit zur Bekanntmachung auf. «Wir haben festgestellt, wo es noch Potenziale für Massnahmen gibt», sagt Gemeindepräsident René Walther. Das Ziel entspreche den Strategien des Bundes, nämlich die fossilen Brennstoffe so weit wie möglich zu reduzieren. «Zudem soll der Energieverbrauch beim Heizen gesenkt werden.» Beim Stromverbrauch sehe der Energierichtplan einen deutlich höheren Anteil an erneuerbaren Energien bis 2050 vor.

Der Energieberater kommt ins Haus

Ein Label wie «Energiestadt» sei kein Ziel des Gemeinderates, führt René Walther aus. Statt eines «Papiertigers» wolle die Gemeinde effizient und unkompliziert gute Projekte unterstützen. Als Beispiel nennt er die Erstellung eines Energieausweises der Kantone: «Wer sein Haus durch einen Energieberater prüfen und sich Vorschläge zur besseren Effizienz einholen lässt, bekommt die Kosten dafür von Gemeinde und Kanton ersetzt.»

Gemeinde soll Vorbildrolle übernehmen

Zusätzlich zum Energierichtplan wurde durch eine Kommission ein 20-seitiges Strategiepapier erarbeitet. Die Gemeinde könne dabei eine Vorbildrolle übernehmen. Beispielsweise werde die von der Photovoltaikanlage auf dem Dach der Gemeindeverwaltung erzeugte Energie in einer Batterie gespeichert. Damit stehe der nötige Strom für Licht und Computer zur Verfügung, bei höherer Produktion werde die Energie ins Netz eingespeist. Weitere Handlungsfelder sieht das Strategiepapier bei der Förderung von thermischen Sonnenanlagen oder Holzheizungen für ältere Gebäude. Baubewilligungsprozess für Projekte vereinfachen, Baubewilligungsgebühren bei Gebäudehüllensanierungen oder Photovoltaikanlagen erlassen sind weitere Handlungsfelder. Über das Reglement werden die Münsterlinger Stimmberechtigten an der Urne abstimmen.

«Aber auch im Bereich der regionalen E-Mobilität gibt es Massnahmen, die wir in Zusammenarbeit mit den Gemeinden des Bezirks umsetzen können, beispielsweise bei der Abrechnung von Miet-E-Bikes», sagt Walther. Zudem könne das regionale Radnetz optimiert werden, ebenfalls in Koordination mit den Gemeinden.

Kurt Peter

kreuzlingen@thurgauerzeitung.ch

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