MORGENSÜNDE: Mit Mundpropaganda zum Erfolg

Vor gut einem halben Jahr hat der Thurgauer Spezialitätenhersteller Gottlieber einen Brotaufstrich auf den Markt gebracht. Das Geschäft damit läuft mittlerweile gut.

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Der Brotaufstrich aus Gottlieben heisst «Morgensünde». (Bild: PD)

Der Brotaufstrich aus Gottlieben heisst «Morgensünde». (Bild: PD)

Die Spezialitäten von Gottlieber gehören fast schon zum Thur­gauer Kulturgut. Seit 1928 geniesst Jung und Alt die bekannten Hüppen und weitere Produkte aus Gottlieben.

Im vergangenen September hat das Unternehmen aus der gleichnamigen Ortschaft an der Rheinmündung zum Untersee mit dem Brotaufstrich «Morgensünde» ein weiteres Produkt auf den Markt gebracht. «Dieser ­besteht aus der beliebten Pralinéfüllung unserer roten Hüppen sowie leicht zermahlenen Stückchen des Gebäcks», sagt Ge­schäftsführer Dieter Bachmann. Verfeinert werde die Morgensünde mit ein wenig Schweizer Sel des Alpes.

Mit diesen Gottlieber-Zutaten, dem salzigen Abgang sowie dem markanten Namen und der kunstvollen Aufmachung im Design unterscheide sie sich von anderen süssen Brotaufstrichen wie Nutella oder der Crunchy Cream von Ovomaltine, erklärt der Geschäftsführer. Zudem werde das Produkt in Handarbeit hergestellt, und man verwende ausschliesslich Kakao aus fairem Handel.

«Die Morgensünde ist überraschend gut gestartet, und wir kommen im Moment mit der Produktion kaum nach», freut sich Bachmann. Das Produkt werde bis jetzt auch praktisch nicht beworben und hat sich vor allem durch Mundpropaganda verkauft.

Expansionspläne werden vorangetrieben

Momentan kann der Brotaufstrich «Morgensünde» nur in den hauseigenen Cafés, im 2015 eröffneten Hotel sowie dem Onlineshop von Gottlieber erworben werden. Ausgewählte Läden wie zum Beispiel das Schlaraffenland in Frauenfeld oder das Madörin in Weinfelden bieten die Morgensünde ebenfalls an. «Das Produkt ist momentan bis auf eine Ausnahme nur in der Schweiz er­hältlich», sagt der Geschäftsführer. Der Edeka-Markt in Konstanz sei der einzige Vertrieb im Ausland, der den Brotaufstrich in ­seinen Regalen hat, sagt Bachmann.

Das Thurgauer Traditionsunternehmen Gottlieber treibt allerdings Expansionspläne voran, um den eigenen Bekanntheitsgrad über den Thurgau hinaus zu erhöhen, national wie auch im Ausland. Im Jahr 2013 hat der Spezialitätenhersteller im südchinesischen Guangzhou bereits über einen Franchisennehmer ein Café eröffnet, im Spätherbst soll ein weiteres in Dubai folgen.

Florian Beer

florian.beer@thurgauerzeitung.ch

Weitere Informationen

www.gottlieber.ch